Eine Alternative für Juden?


Bild: © dpa/Frank Rumpenhors
Mehrere jüdische Parteimitglieder wollen an diesem Sonntag in Wiesbaden eine eigene Vereinigung „Juden in der AfD“ gründen. Schon im Vorfeld sorgt die geplante Gruppe bundesweit für Irritationen und heftige Kontroversen. Was ist das Ziel der „Juden in der AfD“? Und wer gehört der Vereinigung an?

Von Steffen Zimmermann | katholisch.de

Anfangs dachten wohl die meisten an einen Scherz. Doch an diesem Sonntag will die AfD tatsächlich einen Arbeitskreis für jüdische Parteimitglieder gründen. „Juden in der AfD“ nennt sich die Vereinigung, die schon vorab für Kopfschütteln und harsche Kritik gesorgt hat.

Zuletzt warnten am Donnerstag 17 jüdische Organisationen und Verbände vor der Partei. In einer gemeinsamen Erklärung, der sich unter anderen der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Bund traditioneller Juden und die Allgemeine Rabbinerkonferenz angeschlossen haben, heißt es: „Die AfD ist eine Partei, in der Judenhass und die Relativierung bis zur Leugnung der Schoah ein Zuhause haben. Die AfD ist antidemokratisch, menschenverachtend und in weiten Teilen rechtsradikal.“ Die Partei versuche zwar, mir ihrer vermeintlichen Verbundenheit mit Israel und ihrer angeblichen Sorge um die Sicherheit der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland zu punkten. Doch die Partei sei „ein Fall für den Verfassungsschutz, keinesfalls aber für Juden in Deutschland“.

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