Genveränderte Insekten könnten Landwirtschaft und Kriegsführung beinflussen


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Forscher der Max-Planck-Gesellschaft befürchten, dass Pflanzenviren als Biowaffen eingesetzt werden könnten.

kurier.at

Über biologische Waffen und ihre Wirkung ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Ein Programm der Forschungsbehörde des amerikanischen Verteidigungsministeriums weckt nun die Befürchtung, dass wissenschaftliche Erkenntnisse zur biologische Kriegsführung missbraucht werden könnte. Mit „Insect Allies“ – „Alliierte/Verbündete Insekten“ – sollen Insekten als Transportmittel für Pflanzenviren dienen und diese auf landwirtschaftliche Nutzpflanzen übertragen. Die Viren können das Erbgut der betroffenen Pflanzen mittels sogenannter Genomeditierung verändern. Auf diese Weise ließen sich bereits auf den Feldern wachsende Pflanzen wie Mais oder Tomaten schnell und in großem Stil genetisch verändern. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön sowie der Universitäten Freiburg und Montpellier weisen in einer Aussendung darauf hin, dass ein solches System relativ leicht manipuliert und als biologische Waffe eingesetzt werden kann. Ihr Artikel ist auch im Fachmagazin Science erschienen.

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