Sarrazin im Interview: „Es gibt nichts Positives am Islam“


© Bild: Kurier/Gerhard Deutsch
Am Freitag gastierte der Bestseller-Autor in Wien, um sein umstrittenes Buch „Feindliche Übernahme“ vorzustellen.

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KURIER: Herr Sarrazin, Ihr selbst gesetzter Anspruch ist, dass Sie Ihr neues Buch „Feindliche Übernahme“ – sine ira et studio – also ohne Zorn und Eifer geschrieben haben. Doch am Ende bleibt der Leser mit einer äußerst großen Verunsicherung gegenüber dem Islam zurück. Können Sie wirklich guten Gewissens behaupten, „ohne Zorn und Eifer“ geschrieben zu haben?

Thilo Sarrazin: Das kann ich guten Gewissens behaupten. Die Tonalität des Buches ist sehr nüchtern gewählt, aber die Zusammenstellung und die Wirkung der Fakten ist dramatisch. Die Situation ist mit einem Bergsteiger vergleichbar, der in eine prekäre Situation geraten ist. Auch er muss den Status quo nüchtern beurteilen, deswegen lässt ihn die Konstellation aber emotional nicht unberührt. So verhält sich das auch mit dem Inhalt meines Buches.

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