Feministen, rettet das generische Maskulinum!


© Coyote III (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons
Seit über 30 Jahren operieren Genderlinguisten am lebenden Organismus der Sprache herum, um ein Strukturmerkmal aus ihr zu entfernen, das ihnen als Tumor gilt: das generische Maskulinum.

Von Harald Stücker | Richard-Dawkins-Foundation

Diese Versuche haben allerdings den Sexismus erst recht in die Sprache gebracht. Daher sollten Feministen einsehen, dass sie falsch lagen, und mithelfen, das Maskulinum als Standardgenus zu retten.

„Die Wähler haben entschieden.“

Die Textsorte Politikerfloskel ist einer der wenigen Bereiche, in denen auch im Alltag konsequent „gegendert“ wird. Daher muss es heißen: „Die Wählerinnen und Wähler haben entschieden“, sonst droht der Shitstorm. Grammatikalisch ist das allerdings nicht ganz korrekt, denn es müsste heißen: „Die Wählerinnen und die männlichen Wähler haben entschieden.“  Denn anders als für Frauen steht für Männer keine Form zur Verfügung, die eindeutig auf sie referiert. Da Frauen bei uns zweifelsfrei wahlberechtigt sind, beziehen sich die Begriffe „Wahlberechtigter“ und „Wähler“ auf Männer und Frauen.

Beim generischen Maskulinum seien Frauen immer „nur mitgemeint“, heißt es oft. Die Betonung liegt dabei auf „nur“. Allerdings sind auch Männer bei der generischen Verwendung des Maskulinums „nur“ mitgemeint. Denn die generische, also allgemeine, Verwendung, abstrahiert eben vom Geschlecht in all den Fällen, in denen es keine Rolle spielt. Dies sind die allermeisten Fälle. Diese Abstraktionsleistung wird seit über 30 Jahren zu Unrecht gering geschätzt, weil das Genussystem missverstanden wird.

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Ein Gedanke zu “Feministen, rettet das generische Maskulinum!

  1. Rolo

    Lange genug hat die Kirche ja die Minderwertigkeit des weiblichen Geschlechts hochgehalten. (Ausnahme, die anbetungswürdige, jungfräuliche Maitresse des Heiligen Geistes 😉 ). Das seit geraumer Zeit hochgepuschte Gender-Thema wirkt nicht nur langsam lächerlich, es ist „nur noch lächerlich“. Mit Respekt und Anstand von Anfang an gegenüber allen Geschlechtern, wäre dies wohl nie ein diskutables Thema geworden und würde mit einem gerechten Machtwort unserer weltlichen Gesetzgeber (zur Zufriedenheit aller sich angesprochen Fühlenden), bestimmt schnell ad acta zu legen sein.

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