Geburt eines Neutronen-Doppelsterns


Wie Neutronenstern-Paare entstehen, wurde bisher nur theoretische postuliert – jetzt könnten Astronomen erstmals Zeuge davon geworden sein. © NASA/SVS
Explosive Geburt: Astronomen könnten erstmals beobachtet haben, wie ein Neutronenstern-Paar entsteht. Sie haben die Supernova eines Sterns entdeckt, der bereits einen Neutronenstern als Partner hat. Weil dieser dem sterbenden Stern schon vor der Supernova einen Großteil der Hülle absaugte, wurde bei der Explosion kaum noch Material ausgeschleudert, wie die Forscher im Fachmagazin „Science“ berichten. Damit könnten sie Zeugen des entscheidenden Schritts bei der Bildung enger Neutronenstern-Paare geworden sein.

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Die meisten Sterne im Kosmos sind keine „Einzelkinder“, sondern bilden Paare. Sie werden gemeinsam in Gaswolken gebildet, altern zusammen und werden schließlich beide in Supernova-Explosionen zu Schwarzen Löchern oder Neutronensternen. Auf diese Weise könnte einst auch das Neutronenstern-Paar entstanden sein, dessen Kollision die Astronomen im August 2017 mithilfe von Gravitationswellen beobachtetet haben.

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