Papst bestraft zwei Bischöfe wegen Missbrauchs


Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Papst Franziskus hat den in Deutschland lebenden chilenischen Erzbischof Francisco Cox Huneeus wegen sexuellen Missbrauchs aus dem Klerikerstand entlassen. Es handelt sich um die härteste strafrechtliche Sanktion der katholischen Kirche für Kleriker.

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Aus dem gleichen Grund versetzte er den früheren Bischof von Iquique in Chile, Marco Antonio Ordenes Fernandez (53), in den Laienstand, wie der Vatikan am Samstag mitteilte.

Cox, von 1990 bis 1997 Erzbischof im chilenischen La Serena, wurde seit längerem sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen beschuldigt.

„Unangemessenen Verhalten“

Im Alter von 63 Jahren trat er von seinem Amt zurück, ohne dass die Kirchenleitung einen Grund angab. Üblicherweise bieten katholische Bischöfe erst mit 75 ihren Amtsverzicht an. Seit 2002 lebte Cox am Stammsitz seiner Ordensgemeinschaft der Schönstattpatres in Vallendar bei Koblenz. Der damalige Erzbischof von Santiago, Kardinal Francisco Javier Errazuriz, begründete den Wegzug mit einem „unangemessenen Verhalten“ des Geistlichen.

Anfang August stellte die Schönstattbewegung nach Angaben der Staatsanwaltschaft Koblenz Strafanzeige gegen Cox wegen eines mutmaßlichen Missbrauchsfalls 2004. Die Behörde lehnte die Aufnahme von Ermittlungen ab, da das geschilderte Verhalten des Angezeigten zur Tatzeit 2004 keinen Straftatbestand erfüllt habe.

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