Warum wir einen linken Populismus brauchen


Grafik: TP
Jenseits von Gauland und Wagenknecht: Ein Versuch, die progressiven Kräfte gegen den postpolitischen Konsens zu mobilisieren

Rüdiger Suchsland | TELEPOLIS

Menschen können das Schicksal nur unterstützen, sich ihm aber nicht widersetzen … Sie können seine Fäden spinnen, nicht aber zerreißen. Doch dürfen sie sich nie selber aufgeben. Da sie die Absicht des Schicksals nicht kennen und dieses auf krummen und unbekannten Pfaden wandelt, so sollen sie immer Hoffnung haben … in welcher Lage und in welcher Not sie auch sein mögen.

Niccolò Machiavelli, „Discorsi“

„Ich bin überzeugt, dass in den nächsten Jahren die zentrale Achse des politischen Konflikts zwischen Rechtspopulismus und Linkspopulismus verlaufen wird. Darum ist es zwingend notwendig, dass die progressiven Schichten begreifen, wie bedeutend es ist, an diesem Konflikt teilzunehmen.“ – Dies ist die zentrale These, mit der die in Großbritannien lehrende belgische Politikwissenschaftlerin Chantal Mouffe jetzt in die politische Debatte um die Zukunft der liberalen Demokratien eingreift und einen „linken Populusmus“ fordert.

Populismus sei keineswegs eine „Perversion der Demokratie“. Nur die Verteidiger des neoliberalen Status Quo würden versuchen, jeden Populismus und alle Opposition zum „post-politischen Konsens“ als extremistisch zu disqualifizieren. So argumentiert Mouffe in ihrem neuen, jetzt bei Suhrkamp erschienen Buch: Für einen linken Populismus.

Brauchen wir einen „Linken Populismus“? Und was heißt das überhaupt?

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