Antisemitismus: Meldepflicht an Berliner Schulen geplant


Der König Rothschild. Antisemitische Karikatur aus Frankreich von 1898 | Bild: Gemeinfrei

Das Land Berlin plant eine Meldepflicht für antisemitische Vorfälle an Schulen. Ab dem Schuljahr 2019/2020 solle judenfeindliches Mobbing als eigenständige Kategorie in den Notfallplänen der Berliner Schulen eingeführt werden, bestätigte eine Sprecherin von Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Montag auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd).

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An Berliner Schulen hatte es immer wieder Antisemitismusvorfälle gegeben. Zuletzt war an der renommierten John-F.-Kennedy-Schule in Berlin-Zehlendorf ein jüdischer Neuntklässler offenbar wegen seiner Religion monatelang von Mitschülern drangsaliert worden.

Bildungssenatorin Scheeres wolle mit der neuen Meldepflicht für antisemitische Vorkommnisse „vor allem mehr Klarheit für die Schulen“ herstellen, betonte die Sprecherin. Zudem gehe es um verstärkte Prävention und Nachsorge solcher Geschehnisse.

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