Kirchenvertreter äußern sich nach der Wahl in Bayern – „Absage an Angstmacherei“


Die Kirchenvertreter sind sich nach der Wahl in Bayern einig: Weder die Wahlkampfstrategie der CSU, noch Angstmacherei seien zielführend gewesen. Sie appellieren, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken.

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Der Würzburger katholische Bischof Franz Jung hat Kritik an der Wahlkampfstrategie der CSU geübt. Es stelle sich die Frage, ob es der richtige Weg gewesen sei, die AfD rechts überholen zu wollen, sagte Jung am Montag dem Bayerischen Rundfunk (BR). Es seien Wähler aus der gesellschaftlichen Mitte zu anderen Parteien abgewandert.

Viele Menschen hätten sich ernsthaft die Frage gestellt, „inwieweit die Symbolpolitik auf der einen Seite mit christlichen Inhalten auf der anderen Seite gefüllt ist“, so der Bischof mit Blick auf den Kreuzerlass. Offenbar hätten viele Menschen den Eindruck gehabt, dass dem nicht mehr so sei. Dabei verwies Jung auf Erhebungen von Wahlforschern, nach denen 47 Prozent der Befragten angaben, die CSU habe ihre christlichen Überzeugungen aufgegeben.

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