„Afterdienst“: Ein kritischer Blick auf die atheistische Missionsstrategie – poehse Atheisten

Die atheistische Bedrohung

Am Samstag, 10. November, lädt die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) im Landkreis Kelheim um 9.30 Uhr zu einem Studientag mit Professor Dr. Bertram Stubenrauch in das Kloster Weltenburg ein. Das Thema lautet: „Gott auf der Anklagebank? – Ein kritischer Blick auf die atheistische Missionsstrategie“.

Wochenblatt

„Es gab immer schon Menschen, die so lebten, als gäbe es Gott nicht. Und manche haben Gottes Existenz mit Argumenten ausdrücklich bestritten. Inzwischen aber hat der Atheismus einen geradezu missionarischen Eifer entwickelt: Man predigt aggressiv gegen den Gottesglauben und beginnt Gleichgesinnte miteinander zu vernetzten“, so die Beobachtung des Referenten. Der Studientag geht der Frage nach, mit welchen Methoden, mit welchen Argumenten und auf welchem Niveau atheistische Propaganda vorgeht. Er informiert über die Geschichte des Atheismus und seinen aktuellen Ist-Stand, diskutiert aber auch Versäumnisse auf Seiten der Glaubenden, mit der Herausforderung, die atheistisches Gedankengut darstellt, angemessen umzugehen. Ziel des Seminars ist die eingehende Diskussion der Teilnehmenden untereinander und mit dem Referenten. Dem dienen einführende Impulse des Referenten und die Vorstellung charakteristischer Texte.

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Flüchtlinge im Kirchenasyl gelten nicht als „flüchtig“

Die Justizia © Manu_H @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Asylbewerber im Kirchenasyl sind nicht „untergetaucht“ und dürfen von Behörden nicht so behandelt werden. Das hat das Verwaltungsgericht Trier im Fall von sechs Sudanesen entschieden. Sie wehrten sich gegen ihre Abschiebung nach Italien.

MiGAZIN

Asylbewerber im Kirchenasyl dürfen nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts Trier von den Behörden rechtlich nicht so eingestuft werden, als seien sie untergetaucht. Das Gericht gab in einer am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung den Eilanträgen von sechs Sudanesen statt, die sich gegen ihre Abschiebung nach Italien gewehrt hatten (AZ: 7 L 5184 /18.TR – u. a.). Zuvor war bereits bekanntgeworden, dass die für Mittwoch geplanten ersten Rückführungen im buchstäblich letzten Moment gestoppt werden konnten. Um das Kirchenasyl für ursprünglich neun sudanesische Flüchtlinge im Rhein-Hunsrück-Kreis hatte es zuvor einen monatelangen Konflikt gegeben.

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Religiöse Vorschrift oder historisches Produkt der Männerherrschaft?

Paula Modersohn-Becker: Kopf einer alten Frau mit schwarzem Kopftuch, 1903
In seinem Buch Ihr müsst kein Kopftuch tragen plädiert der Theologe und Religionspädagoge Abdel-Hakim Ourghi für eine kritische Revision des islamischen Kopftuchgebots.

Reinhard Jellen | TELEPOLIS

Herr Ourghi, in wie vielen islamisch regierten Staaten ist das Nicht-Tragen eines Kopftuchs gesetzlich erlaubt und wird von der Bevölkerung auch toleriert?

Abdel-Hakim Ourghi: Das ist völlig richtig, denn das Familiengesetz in vielen muslimischen Ländern, wie etwa in Nordafrika, erlaubt die Nicht-Verschleierung. Die Realität sieht jedoch anders aus. Es geht letztendlich bei der Verschleierung nicht nur um die Beherrschung des Geistes und Körpers der Frauen, sondern auch um die Steuerung ihrer Sexualität.

Viele Mädchen und Frauen, die kein Kopftuch tragen wollen, sind dem kollektiven Zwang ihrer Gemeinde und Familie ausgesetzt sind. Wenn sie schließlich doch nachgeben, dann nicht freiwillig. Die nicht kopftuchtragende Frau wird unterstellt, dass sie ihren Körper zu Schau und damit anderen zur Verfügung stellt.
In der patriarchalen Gesellschaftsordnung besteht der Konsens, eine solche Frau sei keine „wahre“, keine „richtige“ Muslimin. Sie sei eine Muslimin, die keinen Respekt vor der eigenen Religion und vor den anderen Muslimen habe. Sie sei eine Außenseiterin, da sie sich nicht an das Verschleierungsgebot halte. Ihre Zugehörigkeit zur muslimischen Gemeinde wird dadurch in Frage gestellt.

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Kritik an Antibiotika-Gebrauch in der Landwirtschaft

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt hat Landwirte und Tierärzte aufgefordert, weniger Antibiotika in der Nutztierhaltung einzusetzen.

evangelisch.de

Der unsachgemäße und übermäßige Gebrauch von Antibiotika in der Landwirtschaft habe dazu geführt, dass immer mehr dieser Arzneimittel nicht mehr wirkten, sagte Generalsekretär Alexander Bonde am Mittwoch am Sitz der Stiftung in Osnabrück. Hinzu kämen Hygienemängel in der Human- und Veterinärmedizin. Weltweit stürben deshalb immer mehr Menschen und Tiere an bakteriellen Erkrankungen.

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Mittelmeer: Weltkulturerbe bedroht

Die Ruinen von Tyros im Libanon, einer alten Hafenstadt der Phönizier, Griechen und Römer, sind schon heute von Überschwemmung und Küstenerosion bedroht. © Heretiq/ CC-by-sa 2.5
Land Unter: Rund 40 Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes am Mittelmeer sind akut von Sturmfluten und Erosion bedroht, wie eine Studie enthüllt. Denn viele der antiken Stätten liegen nah am Wasser und nur knapp über dem Meeresspiegel. Schreitet der Klimawandel weiter voran, könnten sogar mehr als 90 Prozent der küstennahen Welterbestätten am Mittelmeer regelmäßig oder gar dauerhaft im Meer versinken, warnen die Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“.

scinexx

Ob Venedig, das antike Ephesus oder die Ruinen von Karthago: Rund um das Mittelmeer liegen so viele Zeugnisse vergangener Kulturen wie kaum irgendwo sonst. Schon in der Bronzezeit erblühten hier die Reiche der Minoer, Ägypter, Phönizier und Hethiter. Später, in der Antike, errichteten die Griechen und Römer entlang der Küsten ihre Städte, Tempel und Häfen. Insofern ist es kein Wunder, dass auch besonders viele Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes an den Mittelmeerküsten liegen.

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Ein Vorname und der Untergang des französischen Nationalstaats

Grafik: TP
Eric Zemmour, der rechte Polarisierungs-Experte in der französischen Medienlandschaft, sorgt für einen Eklat

Bernard Schmid | TELEPOLIS

„Ihr Vorname ist eine Beleidigung für unser Land!“ Mit solch‘ Aufsehen erregenden Sprüchen rief in jüngster Zeit der Journalist und Polemiker Eric Zemmour, um den es zwischenzeitlich ein paar wenige Jahre lang relativ ruhig geworden war, mal wieder einige Aufmerksamkeit hervor. Der rechte Polarisierungs-Experte in der französischen Medienlandschaft hatte dabei zwar viele Kritiker gegen sich, doch er stand wieder im Mittelpunkt.

Der Vorname, um den es ging, ist jener der 37-jährigen prominenten Unternehmerin und Fernsehkommentatorin Hapsatou Sy, einer Französin senegalesischer Herkunft. Diese hat mittlerweile Strafanzeige wegen „rassistisch motivierter Beleidigung“ erstattet.

Ginge es nach Eric Zemmour, müsste sie sich einen anderen Vornamen zulegen bzw. hätte man ihr einen solchen bei ihrer Geburt geben müssen und zwar einen, der im christlich-französischen Kalenderblatt vorkommt. Zemmour machte sogar einen konkreten Vorschlag dafür: „Corinne“.

Der dadurch ausgelöste Eklat in einer Talkshow, Mitte September dieses Jahres in der Sendung Les terriens du dimanche („Die Erdbürger vom Sonntag“) beim Privat-TV-Sender Canal +, ist nun genau einen Monat her. Die heikelste Stelle war bei der Ausstrahlung zunächst herausgeschnitten worden.

Dieses Mal lösten die Tiraden des Polemisten etwas mehr Reaktionen aus als bei Ausfällen in jüngerer Vergangenheit, und eine durch Frau Sy gestartete Petition gegen die ständige Medienpräsenz Eric Zemmours erhielt binnen einer guten Woche stattliche 200.000 Unterschriften seit Anfang dieses Monats sind es nun über 300.000.

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The Higgs Boson May Have Saved Our Universe from Cosmic Collapse. For Now.

Credit: Shutterstock
Will the universe expand forever or eventually collapse into a tiny speck?

By Yasemin Saplakoglu | SPACE.com

A paper published in June suggested infinite expansion was impossible according to a major physics theory­ — a conjecture that made huge waves in the physics community.

„People get very, kind of, emotional about it because if it’s true and [is] discovered, it would be spectacular,“ said Timm Wrase, a physicist at the Vienna University of Technology.

Now, Wrase and his colleagues have published a separate study that pokes a huge hole in that argument, which means an ever-expanding universe can’t be ruled out just yet.

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Die Folgen der christlichen Sündenlehre

Julia, eine ehemals tiefgläubige Christin, erzählt ihre Geschichte.

Richard-Dawkins-Foundation

Sie ist Mitglied des Panels von „Faith to Faithless“, einer wachsenden britischen Organisation von Menschen, die aus allen ehemaligen Glaubensrichtungen kommen und die Religion hinter sich gelassen haben: Islam, Christentum, Judentum, Sekten, Esoterik etc.

http://faithtofaithless.com/

Gründer von Faith to Faithless sind zwei ehemalige Muslime: Imtiaz Shams und Aliyah Saleem.

Dieses Video entstand bei einer gemeinsamen Veranstaltung von Faith2Faithless und den Humanist Students UK.

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Ein egoistisches Gen macht Mäuse zu Migranten

Bild: 4ever.eu
Hausmäuse, die ein bestimmtes egoistisches Supergen in sich tragen, wechseln deutlich häufiger die Population als ihre Artgenossen. Dieses Ergebnis einer Studie der Universität Zürich zeigt somit erstmals, dass ein solches Gen das Migrationsverhalten von Tieren beeinflusst. Das Resultat könnte dabei helfen, invasive Mäuseplagen in den Griff zu bekommen.
Rita Ziegler Kommunikation
Universität Zürich

Normalerweise sorgt die Kooperation von Genen dafür, dass ein Organismus wachsen und gedeihen kann. Doch es gibt auch Gene, die ein anderes Ziel verfolgen: Sie wollen sich selbst weiterverbreiten und verdrängen hierfür andere Gene. Ein solches egoistisches Supergen ist der sogenannte t-Haplotyp – ein Komplex aus mehreren gemeinsam vererbten Genen, der natürlicherweise in Hausmäusen vorkommt. «Dieses Supergen verschafft sich gegenüber anderen Genen einen unfairen Vorteil bei der Vererbung», erklärt Jan-Niklas Runge, Erstautor der Studie und Doktorand der Evolutionsbiologie an der Universität Zürich. Eigentlich hat jedes Gen eine 50-Prozent-Chance an einen Nachkommen übertragen zu werden. Doch Spermien, die das Supergen tragen, vergiften konkurrenzierende Spermien desselben Tieres und erhöhen ihre Befruchtungschance dadurch auf 90 Prozent. Ähnliche Mechanismen finden sich auch in anderen Organismen, etwa in Fruchtfliegen oder in Mais.

Supergen-Träger wandern aus

In einer Langzeitstudie haben die Forschenden nun untersucht, wie sich dieses Supergen auf das Migrationsverhalten von Hausmäusen auswirkt. Hierzu führten sie acht Jahre lang genau Buch über das Kommen und Gehen in vier Gruppen von wilden freilebenden Hausmäusen in einer Scheune in der Nähe von Zürich. Mit Hilfe von Genanalysen, Funksendern und regelmässigen Zählaktionen konnten sie dabei nachweisen, dass Träger des t-Haplotyps vermehrt zwischen den Gruppen wechselten oder die Scheune ganz verliessen. Die Wahrscheinlichkeit für eine solche Migration war dabei gegenüber normalen Tieren um fast 50-Prozent erhöht. Die Studie konzentrierte sich auf Jungtiere, welche bei Hausmäusen die typische Altersgruppe für Migration darstellen.

Das eigene Überleben sichern

Die Wissenschaftler glauben, dass das Supergen das Verhalten der Mäuse auf diese Weise manipuliert, um sich selbst immer weiter auszubreiten. Eine solche Migration sichert zudem wahrscheinlich auch den Erhalt des t-Haplotyps im Genpool der Hausmäuse: Nimmt das Supergen nämlich in einer Population überhand, dann kann dies dazu führen, dass es sich selbst auslöscht. So sind beispielsweise Mäuse, die zwei Kopien des Supergens (von der Mutter und vom Vater) erhalten, nicht mehr lebensfähig. Ausserdem können sich Supergen-Spermien schlecht gegen normale Spermien durchsetzen, wenn sich ein Weibchen im gleichen Ei-Zyklus mit mehreren Männchen paart. «Grosse Populationen mit viel Konkurrenz um paarungsbereite Weibchen sowie Populationen mit einem hohen Anteil an Trägern des t-Haplotyps sind also eher schlecht für das Supergen», erklärt Runge. «Die Träger des Supergens wandern deshalb wahrscheinlich aus und schliessen sich Populationen an, in denen die Chancen auf Verbreitung besser sind.» Diese Vermutung wird durch das Resultat der Studie belegt: Je grösser die Population, desto ausgeprägter war das beobachtete Migrationsverhalten. So lässt sich auch erklären, wie es das Supergen trotz aller Nachteile geschafft hat, etwa zwei Millionen Jahre lang im Erbgut der Mäuse zu überleben. Die UZH-Forschenden arbeiten nun daran, diese Hypothese mit Computersimulationen und weiteren Experimenten zu überprüfen.

Eindämmung von Invasionen

Schon jetzt planen Biologen aus anderen Forschungsgruppen den Einsatz dieses Supergens für die Kontrolle von invasiven Hausmäusen. Vermehren sich diese nämlich unkontrolliert an Orten, an denen sie nicht einheimisch sind, so kann dies das gesamte Ökosystem aus dem Gleichgewicht bringen. Deshalb wollen die Forschenden das Erbgut so manipulieren, dass die Mäuse unfruchtbar werden. Das Supergen soll dann dabei helfen, diese Modifikation möglichst schnell in der Mäusepopulation zu verbreiten. «Unsere Erkenntnisse sind dafür von grosser Bedeutung und können dazu beitragen, eine sichere und verlässliche Methode zur Bekämpfung solcher Invasionen zu entwickeln», hofft Runge.


Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Jan-Niklas Runge
Institut für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften
Universität Zürich
Tel. +41 44 635 52 77
E-Mail: jan-niklas.runge@ieu.uzh.ch

Christine Bergmann fordert EKD-weite Missbrauchsstudie

Die ehemalige Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD) fordert eine umfassende Studie über den Umgang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit Kindesmissbrauch. Vorbild könnte die kürzlich veröffentlichte Missbrauchstudie der katholischen Deutschen Bischofskonferenz sein.

evangelisch.de

„Mich ärgert vor allem, dass bisher eine Aufarbeitung immer nur dann passiert ist, wenn Betroffene nicht lockergelassen haben“, sagte Bergmann, die Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs ist, der „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“, die am Donnerstag erscheint.

Die evangelische Kirche behandle Missbrauchsfälle immer noch als Einzelfälle, strukturelle Defizite in den kirchlichen Institutionen würden hingegen kaum bearbeitet. „Täterschutz und Institutionenschutz gingen auch bei den Protestanten vielfach vor Kinderschutz“, sagte Bergmann.

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Streitgespräch zwischen einer religiösen und einer säkularen Weltsicht

So etwas gibt es selten zu lesen: Ein populäres deutsches Wissenschaftsmagazin hat zwei renommierte Naturwissenschaftler zu einem Gespräch über Glauben und Vernunft eingeladen.

Dr. Michael Utsch | EZW

Streit war zu erwarten, weil eine Gesprächspartnerin ehrenamtlich in einer evangelikalen orientierten Freikirche engagiert ist, ihr Gegenüber im Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung sitzt. Barbara Drossel ist als Professorin für theoretische Physik an der Technischen Universität Darmstadt tätig, der Biologe Volker Sommer arbeitet als Primatenforscher an einer Londoner Universität. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass die erste Frage nach der Existenz Gottes sehr unterschiedlich beantwortet wird. Das Streitgespräch kreist weiter um Fragen von Möglichkeiten und Grenzen des wissenschaftlichen Verstehens der Welt, Auch unterschiedliche Bewältigungsformen der Endlichkeit, die Ursache menschlichen Leids und die Wurzeln für moralisches Verhalten kommen zur Sprache. Während der Agnostiker Vogel bestreitet, dass sein Leben einen Sinn benötige, war die religiöse Beantwortung der Sinnfrage für die praktizierende Christin Drossel der entscheidende Anlass, zum Glauben zu finden.

Auch wenn manche Fragen in dem Gespräch nur kurz angesprochen werden, sind der sachliche Ton, die persönlichen Antworten und der spürbare gegenseitige Respekt der beiden Wissenschaftler bemerkenswert. In unserer Gesellschaft werden mehr derartige Begegnungsmöglichkeiten, Plattformen und Gesprächsformate benötigt, wo Menschen mit gegensätzlichen Sinnorientierungen und Weltanschauungen sich neugierig, offen und fair austauschen und voneinander lernen können. Dadurch könnten Vorurteile abgebaut, das Verständnis für fremden Glauben verbessert und die eigene Überzeugung modifiziert oder aber bestärkt werden.

 

Synode: Junge Katholiken in China ersticken in Atheismus

Keine Zeit für den Glauben: Kinder in China. Bild. Vatican News
Auf der Jugendsynode betonte ein Priester aus Zentralchina die Probleme der Evangelisierung junger Menschen: die Verstädterung von Migranten, die sich vom Glauben distanzieren; leere ländliche Kirchen; die „Verwirrung“ des Stadtlebens.

Vatican News

Bildung und Wirtschaft seien wichtige Faktoren, die den menschlichen und sozialen Fortschritt beeinflussten, sie seien aber zugleich zu Feinden und Auslösern einer Glaubenskrise geworden, so der Geistliche. Vor allem die Bildung sei zu einer großen Belastung für chinesische Kinder geworden. Sie lernten in der Schule und nach der Schule intensiv, sie hätten Lehrer zu Hause für Privatunterricht und Hausaufgaben. Die Ferien verbrächten sie dann mit Hobbies und lernten weiter: Tanzen, Klavierspielen, Kunst und anderes.

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Die saudische Presse strickt abstruse Verschwörungstheorien

Die Startseite der saudischen regierungstreuen Zeitung «Ozak» (Bild: https://www.okaz.com.sa)
Die Indizienlage im Fall Khashoggi ist erdrückend. Doch die saudischen Medien stellen die Realität auf den Kopf: Nicht der verschwundene Journalist ist das Opfer, sondern Saudiarabien, gegen das sich Katar, die Muslimbrüder und Iran verschworen haben sollen.

Christian Weisflog | Neue Zürcher Zeitung

In Demokratien haben Lügen gewöhnlich kurze Beine. In Autokratien jedoch wird die Lüge den Untertanen solange eingeprügelt, bis sie selbst ohne Beine zum Dauerläufer wird. In Saudiarabien verhält sich das nicht anders. Die Verteidigungsstrategie der Hofpresse im Fall des womöglich ermordeten Journalisten Jamal Khashoggi beruht dabei auf zwei Pfeilern: Verschwörungstheorien und Diffamierungen. Letztere betreffen vor allem die türkische Verlobte Hatice Cengiz, die am 2. Oktober vor dem saudischen Konsulat in Istanbul vergeblich auf Khashoggi gewartet hatte.

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Belgiens jüngster Imam Khalid Benhaddou fordert „rationalen Islam“ für Europa

Khalid Benhaddou, Bild: khalidbenhaddou.be
Spätestens seit den Anschlägen am Brüsseler Flughafen im März 2016 haben Muslime in Belgien mit Vorurteilen und Diskriminierung zu kämpfen. Imam Khalid Benhaddou will das ändern.

DOMRADIO.DE

Einst träumte Khalid Benhaddou (30) von einer Karriere als Profifußballer. Als er noch als Junge zum Training nach England eingeladen wurde, sagte sein Vater, er solle lieber in die Moschee gehen. Der Traum vom Fußballstar zerplatzte, doch ein neuer entstand.

Konnte mit zwölf den gesamten Koran auswendig

Benhaddou, dessen Eltern in den 60er Jahren aus Marokko einwanderten, folgte dem Rat des Vaters. Schon mit zwölf Jahren konnte er den gesamten Koran auswendig. Heute ist Benhaddou 30 Jahre alt und der jüngste Imam in Belgien. In seinem gutgeschnittenen blauen Anzug, Krawatte und adrettem Seitenscheitel könnte er Geschäftsmann sein.

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