Generalvikar: Homosexualität nicht Hauptgrund für Missbrauch


Der Münchner Generalvikar Peter Beer hat erneut eine gründliche Beschäftigung mit den Ursachen des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche angemahnt. Er wendet sich gegen die These, Homosexualität sei der Hauptgrund. 

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Zur Krise für die Kirche als Ganzes sei es dadurch geworden, wie Zuständige und Mitwisser mit ihm umgegangen seien, nämlich mit Verschweigen und Vertuschen, so Beer in einem Autorenbeitrag für die katholische Wochenzeitung „Die Tagespost“ (Donnerstag). „Wenn man also nach den Schuldigen der Krise sucht, dann sollte man bei denen beginnen, die die Täter stoppen und die (weitere) Taten hätten verhindern können“, so Beer.

In derselben Ausgabe der Zeitung schreibt der Churer Weihbischof Marian Eleganti, Sexualität und nicht Klerikalismus spiele die entscheidende Rolle bei den Übergriffen. Ohne eine homosexuelle Veranlagung auf Täterseite lasse sich nicht wirklich erklären, dass in den bisher veröffentlichten Reports wie zuletzt in Deutschland die Opfer übergriffiger Kleriker mehrheitlich männliche Kinder und Jugendliche gewesen seien. Zugleich sei „uns allen klar, dass Sexualität per se – egal ob homo- oder heterosexuell – integriert und beherrscht werden muss und kann“.

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