New Yorks Chefanklägerin hat Missbrauchsskandal im Visier


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Barbara Underwood leitet als erste Frau die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft – und die Missbrauchsermittlungen gegen die katholische Kirche. Zum Ende ihrer Amtszeit im November könnte eine weitere Premiere folgen.

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Die acht Diözesen im US-Bundesstaat New York finden in Generalstaatsanwältin Barbara Underwood eine erfahrene Juristin ohne politische Ambitionen, aber mit klaren Positionen. Die als Klassenbeste an der jesuitischen „Georgetown Law School“ in Washington ausgebildete US-Amerikanerin (74) setzt sich seit langem für die Rechte von Frauen ein, fördert die Karriere von Kolleginnen und gilt als Verfechterin der Straffreiheit von Abtreibungen. Seit Mai und noch bis November leitet sie die Behörde.

Im Frühjahr twitterte Underwood zum Grundsatzurteil „Roe versus Wade“, sie habe schon in jungen Jahren gelernt, wie wichtig diese Entscheidung aus dem Jahr 1973 für die Selbstbestimmung von Frauen sei. „Eine Frau, die nicht das Recht hat, über ihren eigenen Körper zu bestimmen, ist nicht wirklich gleich. Sie ist nicht wirklich frei.“ Damit steht die New Yorker Chefanklägerin bei einem zentralen Thema der katholischen Kirche auf der anderen Seite. Dennoch gilt sie als besonnen, zugänglich und sucht nicht das Rampenlicht.

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