Es geht nicht um Spaltung


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Solange die Versuche, ständig die Täter und die Rechten verstehen und heilen zu wollen, anhalten, führt das in rechte Gesinnung und in Antisemitismus. Die Kolumne.

Von Anetta Kahane | Frankfurter Rundschau

Alle reden derzeit von der Spaltung der Gesellschaft in Deutschland. Doch die Konflikte, die von rechtsextremen Kreise in die Debatte gepusht werden, gab es schon immer. Sie wurden nur noch nie so aggressiv ausgetragen. Deswegen muss sich die gesamte Gesellschaft und alle Parteien zur Frage der Migrationsgesellschaft positionieren.

Tun sie es nicht, laufen ihnen die Wähler davon. Tun sie es, haben sie sich dem Konflikt zu stellen. Der Konflikt heißt: Soll Deutschland ein moderner, weltoffener Staat bleiben, zu dem Einwanderung weiter gehören wird? Oder soll er vielleicht eine „gelenkte Demokratie“ werden, ein autoritärer Staat? Das zu beantworten, kann nicht mit dem Wort Spaltung ausgefochten werden.

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