„Goldene Kartoffel“


Julian Reichelt, Chefredakteur von "Bild Digital" und Vorsitzender der "Bild"-Chefredaktionen, bei einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in seinem Büro in Berlin, aufgenommen 2017 (picture alliance / Bernd von Jutrczenka/dpa)Bild: picture alliance / Bernd von Jutrczenka/dpa

 

Neue deutsche Medienmacher zeichnen „Bild“ für „unterirdische“ Berichterstattung aus

 

Dlf24

 

Die Neuen deutschen Medienmacher haben die Berichterstattung der „Bild“-Zeitung unter Chefredakteur Julian Reichelt kritisiert und der Zeitung einen Negativpreis „Die Goldene Kartoffel“ verliehen.

Die Neuen deutschen Medienmacher feiern dieses Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum. 2008 haben sich Journalistinnen und Journalisten zusammengefunden, um für mehr Vielfalt in den Medien einzutreten. Nach Ansicht des Vereins gibt es in den Medien jedoch immer noch viele vorurteilsbehaftete und diskriminierende Artikel und Sendungen. Deswegen habe man sich dazu entschlossen, den Medienpreis „Die Goldene Kartoffel“ für besonders einseitige oder missratene Berichterstattung über Aspekte der Einwanderungsgesellschaft zu vergeben.

Der erste Preisträger Julian Reichelt zeichnet sich laut Jury durch eine „unterirdische“ journalistische Arbeit aus. Unter seiner Ägide stehe die „Bild“-Zeitung wieder konsequent für all das, wogegen sich die Neuen deutschen Medienmacher wenden: Unsachlichkeit, Vorurteile und Panikmache bei Themen wie Integration, Migration und Asyl. Bislang hat sich Julian Reichelt zur Auszeichnung noch nicht geäußert.

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