Hongkong rückt näher an das chinesische Festland


Das 55 Kilometer lange Bauwerk verbindet das chinesische Festland mit den beiden Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau. (Bild: VCG / Getty)
Bild: VCG / Getty

 

In China wird die Eröffnung der längsten Brücke der Welt gefeiert. Sie verbindet das chinesische Festland mit Macau und Hongkong. In der einstigen britischen Kolonie wird das Projekt dagegen argwöhnisch unter die Lupe genommen.

 

NZZ

 

An diesem Dienstag ist es so weit: Die 55 Kilometer lange Brückezwischen der auf dem chinesischen Festland gelegenen Millionenstadt Zhuhai, der einstigen portugiesischen Kolonie Macau und Hongkong wird eröffnet. Und sollten sich die Gerüchte bestätigen, wird Chinas Partei- und Staatschef Xi Jinping die längste ein Meer überquerende Brücke weltweit in Zhuhai persönlich einweihen. Ab Mittwoch wird der Verkehr dann über das Bauwerk rollen.

Dieses wartet mit allen Ingredienzien auf, die solch riesige Infrastrukturprojekte in der Regel zu bieten haben. Es wurde wegen Korruption ermittelt, der Bau ist deutlich teurer als ursprünglich geplant, das Vorhaben hinkt dem Zeitplan um mehr als zwei Jahre hinterher. Zudem wird der Nutzen der Brücke hinterfragt, es gab mindestens zehn Tote und Hunderte Verletzte zu beklagen, und Umweltschützer befürchten, dass die Tage der seltenen Art weisser Delphine im Perlflussdelta endgültig gezählt sind.

Fertig ist das Projekt auch noch nicht. Voraussichtlich erst im kommenden Jahr wird die Hauptstrasse eröffnet, um den Anschluss an den Hongkonger Hafen zu optimieren.

 

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