Nach Ausschreitungen in Chemnitz: Maaßen wiederholt Medienschelte. (Warum ist der immer noch da?)


Hans-Georg Maaßen
Bild: Reuters

 

Nach den Ausschreitungen in Chemnitz war immer wieder von „Hetzjagd“ die Rede. Verfassungsschutz-Chef Maaßen wies das zurück – und griff die Medien scharf an. In einem Brief an die ARD erneuert er seine Kritik.

 

Von Wolf Wiedmann-Schmidt | SPIEGEL ONLINE

 

Der scheidende Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen bekräftigt seine Kritik an der Berichterstattung der Medien nach den fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz Ende August. In einem vier Seiten langen Brief an den „Tagesschau“-Chef Kai Gniffke, den Maaßen von seinem Sprecher verfassen ließ, heißt es: Es sei ein „kritischer Blick“ auf „die Maßstäbe der medialen Darstellung des Rechtsextremismus erforderlich“.

Gniffke hatte zuvor Maaßen vorgeworfen, wahrheitswidrige Behauptungen aufgestellt und den Ruf der „Tagesschau“ beschädigt zu haben. So habe Maaßen im Innenausschuss fälschlicherweise behauptet, die ARD-Nachrichtensendung habe am 27. August ein Internet-Video ungeprüft ausgestrahlt und die Szene, in der mehrere Männer auf Ausländer losgehen, als „Hetzjagd“ bezeichnet.

 

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