Stellenanforderung: „Kirchenzugehörigkeit“ nicht immer haltbar


Bild: fis-kirchenrecht.de

Kirchliche Arbeitgeber können nach Auffassung des Tübinger Juraprofessors Hermann Reichold von Stellenbewerbern nicht pauschal eine Konfessionszugehörigkeit verlangen. „Diese Anforderung generell zu stellen, ist wohl nicht haltbar“, sagte der Jurist dem Evangelischen Pressedienst (epd) zu der am kommenden Donnerstag anstehenden Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG).

evangelisch.de

Die Erfurter Richter müssen darüber entscheiden, ob eine Bewerberin auf eine Referentenstelle beim Evangelischen Werk für Diakonie und Entwicklung in Berlin wegen ihrer fehlenden Konfession abgelehnt und deshalb unzulässig diskriminiert wurde.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte am 17. April 2018 in dem Rechtsstreit entschieden, dass Vorgaben wie eine Kirchenzugehörigkeit immer „wesentlich, rechtmäßig und gerechtfertigt“ sein müssen (AZ: C-414/16). Nach der EuGH-Entscheidung dürfen die Kirchen über ihren religiösen Ethos selbst bestimmen.

weiterlesen