Genetiker wehren sich gegen rassistische Missinterpretationen


youtube / cabrini greenz US-Neonazis demonstrieren auf einem Video, dass sie Milch trinken und Laktose verdauen können
Die Fachtagung der US-Humangenetiker brachte eine ungewöhnliche Erklärung – und neue genetische Aufschlüsse über Homosexualität

derStandard.at

Viel dümmer geht es kaum, obwohl die Aktion eigentlich das genaue Gegenteil demonstrieren sollte: US-Neonazis feiern ihre „rassische Besonderheit“, indem sie kollektiv literweise Milch in sich hineinkippen. Die Fähigkeit, Laktose zu verdauen, sei – so die Behauptung der Nazi-Milchbubis – ein identitätsstiftendes Merkmal der „weißen Rasse“, was zudem deren Überlegenheit zeige.

Zu dieser Eingebung kamen die Rechtsextremisten vermutlich durch einen wissenschaftlichen Artikel, der die evolutionäre Geschichte der Laktoseverträglichkeit nachzeichnet – jedenfalls legt das eine Nachricht in den sozialem Medien nahe, die aus diesen Kreisen stammt. Zudem fordert dieser Eintrag dazu auf, dass Menschen afrikanischen Ursprungs wegen ihrer Laktoseunverträglichkeit die USA verlassen sollten.

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