Nordatlantik: Klimawandel verschiebt Umwälzpumpe


Bisher liegt die „Umwälzpumpe“ für die atlantische Zirkulation vor Grönland – doch das könnte sich ändern. © Brisbane/ CC-by-sa 3.0
Verschobener Strömungsmotor: Der Klimawandel könnte die atlantische Umwälzströmung nicht nur schwächen, sondern auch verschieben, wie eine Simulation nun nahelegt. Die großen Absinkzonen warmen Wassers lägen dann nicht mehr vor Grönland wie heute, sondern im Nordpolarmeer und im subtropischen Atlantik. Das jedoch könnte die Strömung stark beeinflussen – und auch den Wärmeaustausch und die Pufferwirkung des Ozeans verändern, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Climate Change“ berichten.

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Im Nordatlantik liegt die Umwälzpumpe für die großen Meeresströmungen im Ozean – und ein Hauptakteur im Klimasystem. Denn dort stürzt warmes Oberflächenwasser aus dem Süden in die Tiefe und strömt als kaltes Tiefenwasser zurück Richtung Äquator. Die Atlantische Meridionale Umwälzströmung (AMOC) dient damit als Motor des Wärmeaustauschs und ist über Golfstrom und Nordatlantikstrom auch für das milde Klima Europas verantwortlich.

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