Moos statt Cannabis


Das Lebermoos Radula perrottetii – das neue Cannabis? © Stefan Fischer/ Universität Bern
Potenzieller Hanfersatz: In manchen Lebermoosen steckt ein Cannabinoid, das dem in Cannabis enthaltenen Rauschmittel THC strukturell sehr ähnlich ist. Forscher haben nun herausgefunden, dass es tatsächlich auch ähnlich wirkt. Demnach kann der Moos-Inhaltsstoff problemlos die Blut-Hirn-Schranke passieren und dort bestimmte Rezeptoren aktivieren. Damit könnte er sich durchaus als Medikament eignen, wie das Team im Fachmagazin „Science Advances“ berichtet.

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Cannabis ist als berauschende Droge bekannt, macht sich zunehmend aber auch als Medikament einen Namen. Denn die Hanfpflanze hat zahlreiche positive Eigenschaften, von denen vor allem schwer kranke Menschen profitieren können: Die in ihr enthaltenen Cannabinoide lindern Schmerzen, lösen Krämpfe und mildern die bei der Krebstherapie häufige Übelkeit, wie Studien belegen. Vor allem dem Inhaltsstoff Cannabidiol (CBD), aber auch dem für die Rauschwirkung verantwortlichen Tetrahydrocannabinol (THC) werden diese Wirkungen zugeschrieben.

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