Dokumentarfilm über NY Public Library – Neue Räume schaffen


Mehr als Bücher ausleihen: Lernen gehört zum Bildungsangebot in der Public Library Foto: Kool
Der Dokumentarfilm „Ex Libris. Die Public Library von New York“ von Frederick Wiseman zeigt, wie sich die Bibliothek stets neu erfindet.

Fabian Tietke | taz.de

Im Foyer des Hauptgebäudes der New York Public Library an der Fifth Avenue hat sich eine kleine Menschenmenge versammelt. Vorne auf der Bühne steht der Biologe Richard Dawkins und bricht eine Lanze für die nichtreligiösen 20 Prozent der US-amerikanischen Bevölkerung. Mit nur halb unterdrücktem Grinsen führt Dawkins aus, dass er eigentlich nicht sonderlich kämpferisch sei, sondern einfach nur ein Freund der Wahrheit. So sei das auch gewesen, als er schrieb: „Jeder, der behauptet, ein Kreationist zu sein, ist entweder dumm, unwissend oder verrückt.“

Unnötig zu sagen, dass er sich damit in der evangelikalen Bewegung der USA nicht nur Freunde gemacht hat. Doch vor dem Gewicht des versammelten Wissens von 51 Millionen Medien, die in der New York Public Library ihr Zuhause haben, bekommt der Satz etwas von nüchternem Beharren auf Entlarvung von religiösem und anderem Unfug.

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