Gibt es Gene für Homosexualität?


Eine einfache Erklärung für die gleichgeschlechtliche Liebe gibt es nicht. (Foto: dpa)
  • Lange Zeit dachte man, dass bestimmte Gene über die sexuelle Orientierung bestimmen.
  • Doch die Analyse der Daten von Hunderttausenden Menschen zeigt, dass weder ein einziges Gen noch eine einzelne genetische Region eines Menschen darüber entscheidet, wie er liebt.
  • Solche Studien werfen zugleich die Frage nach dem Missbrauch solcher Informationen auf.

Von Kathrin Zinkant | Süddeutsche Zeitung

Als der kanadische Aidsforscher Dean Hamer 1993 an die Öffentlichkeit trat, schien die große Frage endlich geklärt: Wenn Männer Männer liebten, hatten sie sich das nicht ausgesucht, es war ihr erbliches Schicksal. Wie Hamers Studie damals zeigen sollte, war auf dem X-Chromosom seiner Probanden fast immer eine spezielle Gruppe von Genen zu finden, noch dazu auf einem der Geschlechtschromosomen. Kurzum: Wer schwul liebte, war „born this way“ – so geboren.

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