Iren stimmen offenbar für Abschaffung des Blasphemie-Gesetzes


Bei einer Befragung haben sich offenbar rund 70 Prozent der Iren dafür ausgesprochen, das Blasphemiegesetz abzuschaffen. Die Gesetzesklausel von 1937 stellt Gotteslästerung unter Strafe – und sorgte vor drei Jahren für Aufsehen.

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Die Iren haben ersten Nachwahlbefragungen zufolge für eine Abschaffung des Blasphemiegesetzes gestimmt. Laut den vom Fernsehsender RTE und der „Irish Times“ durchgeführten Befragungen sprachen sich rund 70 Prozent der Wähler bei dem Referendum am Freitag für die Streichung der Gesetzesklausel von 1937 aus der irischen Verfassung aus, die Gotteslästerung unter Strafe stellt. Mit offiziellen Ergebnissen wird am Samstagabend gerechnet.

Die katholische Bischofskonferenz in Irland hatte Anfang des Monats deutlich gemacht, dass sie sich nicht für den Erhalt des „größtenteils überflüssigen“ Gesetzes stark machen werde. Solche Gesetze würden in anderen Ländern häufig genutzt, „um Gewalt und Unterdrückung von Minderheiten zu rechtfertigen“, hieß es in einer Stellungnahme der katholischen Kirche zum Thema.

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