Neuerliche Eskalation in Gaza


Palästinensische Demonstranten versammeln sich am Grenzzaun nach Israel. (Bild: Mohammed Salem / Reuters)
In der Nacht auf Samstag sind aus dem Gazastreifen mehrere Dutzend Raketen auf Israel abgeschossen worden. Der Islamische Jihad hat die Urheberschaft reklamiert. Israel beschuldigt Iran, die Attacken «geleitet» zu haben.

Ulrich Schmid | Neue Zürcher Zeitung

Am Freitag und in der Nacht auf Samstag sind laut Angaben der israelischen Armee rund 40 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen worden. Die Terrorgruppe Islamischer Jihad in Palästina, eine der vielen in Gaza neben der Hamas operierenden Milizen, nahm am Samstag die Urheberschaft für sich in Anspruch und ergänzte wenig später, man stelle den Beschuss nun ein angesichts der Tatsache, dass Ägypten einen Waffenstillstand ausgehandelt habe. «Eine umfassende Waffenruhe ist im Austausch für eine Beendigung der israelische Aggression in Kraft getreten, sagte ein Sprecher der Jihad.

Erfolgreiches Iron-Dome-System

Mit der «israelische Aggression» waren die Luftangriffe auf mindestens 95 Einrichtungen der Hamas gemeint, die Israel in den späten Abendstunden des Freitags als Reaktion auf die Raketenangriffe flog. Beteiligt waren Dutzende Kampfflugzeuge, getroffen wurden 2 wichtige Waffenfabriken, 5 militärische Stützpunkte sowie ein Gebäude der Hamas-Sicherheitskräfte.

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