Nach dem Brexit der Brain Drain?


Bild: tagesschau.de
Viele Forscher aus der EU wissen nicht, was nach dem Brexit aus ihren Stellen an britischen Hochschulen wird. Während sie um ihre Karriere bangen, fürchten Professoren um den Wissenschaftsstandort Großbritannien.

Von Anne Demmer | tagesschau.de

Jasmin Zohren hat ihre wissenschaftliche Karriere sogfältig geplant. An der Queen Mary Universität hat sie promoviert. Vor zwei Jahren bewarb sich die Biomathematikerin dann für einen Postdoc am Francis Crick Institute in London, dem größten biomedizinischen Forschungsinstitut in Europa. Doch dann kam das Referendum dazwischen. Rund 52 Prozent der Briten stimmten für den Brexit.

„Das Referendum war an dem Tag, als ich den Job hier bekommen habe, und das hat mich schon sehr beeinflusst. Ich habe schon stark gezweifelt, ob ich den Job annehmen möchte, ob ich hierbleiben will oder nicht“, sagt sie.

Kollegen hätten ihr geraten, die Stelle anzutreten, weil das sehr gut für ihre Karriere sei. Sie hat den Job angenommen und ist trotz unsicherer Zukunft geblieben – vorerst.

40 Prozent der rund 1000 Institutsmitarbeiter kommen aus EU-Ländern wie Spanien, Frankreich und den Niederlanden. Wie es für sie weitergeht, kann ihnen derzeit niemand sagen.

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