Allgäu: Gewaltiger Felssturz droht

Spalt in der Gipfelwand: der Hochvogel im Oberallgäu © 3D RealityMaps GmbH
Akute Gefahr: In den Allgäuer Alpen kündigt sich ein gewaltiger Felssturz an. Am Gipfel des 2.592 Meter hohen Hochvogels klafft ein bereits 40 Meter langer und drei Meter breiter Riss – und er wächst täglich weiter. Forscher warnen vor einem bevorstehenden Abbruch der Gipfelwand und überwachen die Lage mittels Sensoren und Drohnen. Sollte es zum Felssturz kommen, könnten 260.000 Kubikmeter Gestein zu Tal stürzen.

scinexx

Gebirge wie die Alpen gehören zu den Regionen, die sich im Zuge des Klimawandels besonders stark verändern. Die steigenden Temperaturen lassen nicht nur den Schneefall weniger werden und die Gipfelgletscher schmelzen. Auch der normalerweise in hohen Lagen vorherrschende Permafrost schwindet – mit teilweise verheerenden Folgen. Denn das Auftauen des gefrorenen Bodens nimmt vielen Berghängen die Stabilität, als Folge drohen vermehrt Erdrutsche und Felsstürze.

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Erdogan, der «neue Saladin»

Die Ankündigung der Verlegung der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem hat im Dezember 2017 auch viele Türken auf die Strasse getrieben. In Istanbul protestieren sie mit der türkischen und der Palästinenserflagge. (Bild: Osman Orsal / Reuters)
Die Al-Kuds-Kampagne der Türkei ist ein weiterer Beleg für deren fortschreitenden Wandel hin zum Islamismus. Der Schulterschluss mit Hamas-Ideologen, die Selbstmordattentate befürworten, gehört dazu.

Joseph Croitoru | Neue Zürcher Zeitung

Dass die türkische AKP-Regierung den Islamismus zunehmend zu ihrer Leitideologie erhebt, offenbart besonders auch ihre energisch betriebene Kampagne zum Schutz des islamischen Ostjerusalem. Sie steht im Zeichen des Neoosmanismus der Regierung Erdogan, die osmanische Baudenkmäler in Ostjerusalem wie auch im israelischen Kernland als türkisches Erbe betrachtet, weshalb staatsnahe türkische Stiftungen sich dort immer intensiver engagieren. Damit einher geht der stetige Ausbau der türkischen Beziehungen zu führenden arabischen Islamisten, die den Muslimbrüdern nahestehen und sich auch aus den Reihen der palästinensischen Hamas rekrutieren.

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Schulbuch propagiert Sex-Verbot für Teenager

«Wir Powergirls» (Das schlaue Mädchenbuch) …(Bild: Printscreen Orell Füssli)
«Selbstbefriedigung führt zu Abhängigkeit, bei Pornografie werden Menschen ausgebeutet»: Dies steht in einem Lehrmittel zur Sexualkunde. Fachleute sind alarmiert.

20min.ch

«Wir Powergirls» (das schlaue Mädchenbuch) und «Rakete startklar» (Wie aus Jungs echte Kerle werden): So heissen die neuen Lehrmittel zur Sexualkunde für 10- bis 13-Jährige von der Stiftung Zukunft CH. Mit 4000 Briefen wurden sie in der Deutschschweiz beworben. Gemäss der Stiftung haben sie 300 Schulen bisher bestellt.

Auf den ersten Blick ist das Schulbuch laut dem «Tages-Anzeiger» nach methodisch geltenden Standards aufgebaut und enthält niedliche Zeichnungen. Trotzdem ist der nationale Dachverband Sexuelle Gesundheit Schweiz (SGCH) besorgt.

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Die Werkstätten der Päpste

Mit modernsten Methoden restaurieren die päpstlichen Werkstätten unzählige Kunstwerke (Udo Bernhart / dpa)
Wie viele Kunstwerke und wertvolle historische Dokumente der Vatikan besitzt, ist der Öffentlichkeit nicht bekannt. Schätzungen gehen von mehr als 100.000 Objekten aus. Ein ganzes Heer von Restauratoren sorgt dafür, dass diese Kunstschätze erhalten bleiben.

Von Thomas Migge | Deutschlandfunk

„Wir Restauratoren hier in diesem Laboratorium sind nicht nur verantwortlich für die vielen Gemälde der vatikanischen Pinakothek. Wir kümmern uns auch um alle anderen Gemälde, die sich im Besitz des Heiligen Stuhls befinden.“

Maria Ludmila Pustka ist Chefrestauratorin des vatikanischen Laboratoriums für die Pflege und den Erhalt von Gemälden. Eine Herkulesaufgabe – denn in Pustkas Aufgabenbereich fallen schätzungsweise über 6000 Gemälde, die in Museen, Kirchen und anderen Gebäuden des Heiligen Stuhls aufbewahrt werden.

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Why Doesn’t Ancient Fiction Talk About Feelings?

Image: NAUTILUS
Literature’s evolution has reflected and spurred the growing complexity of society.

By Julie Sedivy | NAUTILUS

Reading medieval literature, it’s hard not to be impressed with how much the characters get done—as when we read about King Harold doing battle in one of the Sagas of the Icelanders, written in about 1230. The first sentence bristles with purposeful action: “King Harold proclaimed a general levy, and gathered a fleet, summoning his forces far and wide through the land.” By the end of the third paragraph, the king has launched his fleet against a rebel army, fought numerous battles involving “much slaughter in either host,” bound up the wounds of his men, dispensed rewards to the loyal, and “was supreme over all Norway.” What the saga doesn’t tell us is how Harold felt about any of this, whether his drive to conquer was fueled by a tyrannical father’s barely concealed contempt, or whether his legacy ultimately surpassed or fell short of his deepest hopes.

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Meinungsfreiheit und das „Hausrecht“ im Zeitalter des Internets

Grafik: TP
Was ein Stadionverbot und gelöschte Kommentare mit den Grundrechten zu tun haben

Stephan Schleim | TELEPOLIS

In der Geschichte der Demokratie war die griechische Agora – die uns heute noch im Fachbegriff für Platzangst begegnet: Agoraphobie -, das römische Forum oder schlicht der Marktplatz von besonderer Bedeutung. Hier trafen sich Bürger unter freiem Himmel zum Austausch über kulturelle und politische Ideen. Dabei vergessen wir nicht, dass „Bürger“ mitunter Arme, Frauen, Fremde oder Sklaven ausschloss.

In Grundrechten wie der Freiheit der Meinungsäußerung (Artikel 5, Absatz 1) oder der Versammlungsfreiheit (Artikel 8, Absatz 1 GG) ist dem Gedanken Rechnung getragen, dass das Sich-Treffen und der Austausch von Ideen für eine Demokratie von entscheidender Bedeutung sind. Mit der Entwicklung der Medien verlagerte sich der Meinungsaustausch aber auch ins Private: Die Tageszeitung liest man wahrscheinlich zuhause oder beim Pendeln im Zug. Ihre Pendants im Internet-Zeitalter und die sogenannten sozialen Netzwerke holt man sich in der Regel auf den eigenen Computer.

Die Bürger können sich zwar immer noch auf öffentlichen Plätzen treffen – und bei Kulturveranstaltungen oder Demonstrationen geschieht das ja auch. Doch ein großer Teil unserer Kommunikation findet inzwischen online statt und damit in einem privaten Kontext: Man muss sich erst bei einem allgemeinen Anbieter anmelden und dann auf dem Server von irgendjemandem „surfen“. Man kann nicht einfach so ins Internet gehen, wie man auf den Marktplatz geht.

Damit ist aber auch der rechtliche Rahmen ein anderer. Auf dem öffentlichen Platz regeln beispielsweise die genannten Grundrechte den Schutz vor staatlichen Eingriffen. Im privaten Zusammenhang gelten zwar auch Gesetze – gleichzeitig aber auch die ebenfalls aus den Grundrechten (Artikel 2, Absatz 1 GG) abgeleitete Vertragsfreiheit. Das heißt, dass die Bürger untereinander einen großen Spielraum dafür haben, wie sie ihr Miteinander regeln.

Solche Vereinbarungen können stillschweigend sein: Dass man etwa beim Bäcker für seine Brötchen bezahlen muss, weiß jeder. Dass dabei ein Kaufvertrag im juristischen Sinne geschlossen wird, daran denkt im Alltag wohl nur eine Minderheit der Nichtjuristen.

Die Vereinbarungen sind oft aber auch ausformuliert, beispielsweise in Form Allgemeiner Geschäftsbedingungen oder von Nutzungsbedingungen. Dass der Durchschnittsbürger und selbst Rechtsexperten diese seitenlangen Erklärungen in einem Sekundenbruchteil abnicken, ändert nichts an deren Geltung.

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Kreativ durch „magische Pilze“?

Psychoaktive Pilze fördern offenbar die Kreativität. © Lightworkerpeace/ CC-by-sa 3.0
Positive Wirkung: „Magic Mushrooms“ in winzigen Mengen zu konsumieren, macht offenbar tatsächlich kreativer. Ein Experiment zeigt: Dank Mini-Dosierungen psychoaktiver Trüffel kamen Probanden bei bestimmten Aufgaben auf originellere Ideen und dachten flexibler. Den Forschern zufolge könnten solche Pilze daher künftig als eine Art Hirndoping zum Einsatz kommen – oder auch für die Therapie bestimmter Erkrankungen.

scinexx

„Magic Mushrooms“ erfreuen sich in bestimmten Kreisen großer Beliebtheit. Der Grund: Die Pilze enthalten psychoaktive Substanzen, die die Wahrnehmung verändern und ähnliche Halluzinationen auslösen wie die Droge LSD. Nutzer versprechen sich von dem Konsum meist bereichernde Erlebnisse. Doch die Zauberpilze können auch gefährliche Angst- und Panikzustände auslösen – die berüchtigten Horrortrips.

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US-Justizministerium an Bistümer: Keine Missbrauchsakten vernichten!

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Die katholischen Bischöfe wurden aufgefordert, ihre kircheninternen Akten für breite Untersuchung bereit zu halten, ausdrücklich unter Nennung von sexuellem Missbrauchsverdacht bei Priestern, auch über staatliche und internationale Grenzen hinaus.

kath.net

Das US-amerikanische Justizministerium hat sich an die römisch-katholischen Bistümer mit der Bitte gewandt, keine Akten zu vernichten. Das berichtete die „New York Times“. Die katholischen Bischöfe wurden aufgefordert, ihre kircheninternen Akten vielmehr für eine breite Untersuchung bereit zu halten, ausdrücklich unter Nennung von sexuellem Missbrauchsverdacht bei Priestern, auch über staatliche oder sogar internationale Grenzen hinaus. Die Anfrage enthält außerdem den Hinweis auf Dokumente in „Geheimarchiven“, also vertrauliche Daten der Bistümer. Offenbar sorgt sich das Justizministerium, dass infolge des öffentlich gewordenen massiven Skandals um sexuellen Missbrauch und dessen Vertuschung in der US-amerikanischen katholischen Kirche (in dessen Strudel sich nicht wenige US-Bischöfe und US-Kardinäle um ihr berufliches Weiterbestehen kämpfen), Bistümer auf die Idee kommen könnten, belastendes Archivmaterial zu zerstören.

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Auschwitz-Überlebende rufen zu Solidarität mit Juden auf

Bild: bb
Das Internationale Auschwitz Komitee hat nach dem Synagogen-Anschlag von Pittsburgh zur Solidarität mit Juden aufgerufen. „Weil sich die Hass-Strategen des Antisemitismus über Kontinente hinweg gegenseitig anstacheln, rufen Auschwitz-Überlebende dazu auf, über Kontinente hinweg zusammenzustehen“, erklärte der Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, am Montag bei einem Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers in Polen.

evangelisch.de

Er rief Kirchen, Politik, Gewerkschaften und Bürger dazu auf, sich am Wochenende an der Kampagne des American Jewish Committee (AJC) zu beteiligen und Synagogen zu besuchen. Damit solle gezeigt werden, „dass die übergroße Mehrheit der Menschen bereit ist, aus dem Schatten der Gleichgültigkeit herauszutreten“. Die Kampagne des AJC läuft unter dem Hashtag #ShowUpForShabbat.

„Viel zu sehr hat sich die Welt daran gewöhnt, dass Juden verhöhnt, bedroht und angegriffen werden“, sagte Heubner weiter. Die Blutspur des Antisemitismus finde kein Ende.

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Katholische Bischöfe richten Gedenktag für Missbrauchsopfer ein

Logo Deutsche Bischofskonferenz

Die katholischen Bischöfe in Deutschland richten einen eigenen Gedenktag für Opfer sexuellen Missbrauchs ein. Sie wollten damit eine Anregung von Papst Franziskus aufgreifen, teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Montag mit.

DOMRADIO.DE

Der Gedenktag soll jeweils im zeitlichen Umfeld des vom Europarat initiierten „Europäischen Tages zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“ begangen werden. Dieser findet seit 2015 jeweils am 18. November statt.

Erstmals werden den katholischen Gemeinden in diesem Jahr dazu ein Gebet und Vorschläge für Fürbitten zur Verfügung gestellt, die im Rahmen der um den 18. November stattfindenden Gottesdienste genutzt werden können.

Der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz, der Trierer Bischof Stephan Ackermann, rief alle Katholiken dazu auf, für die Opfer sexuellen Missbrauchs zu beten.

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Weniger Demenz in Industrienationen?

Altern ohne Demenz – das scheint in einigen Nationen heute tendenziell häufiger zu gelingen. © Fred Froese/ istock
Gute Nachrichten: Die Rate der Demenz-Neuerkrankungen geht in einigen Industrienationen offenbar leicht zurück. Darauf deutet nun eine Metaanalyse epidemiologischer Studien hin. Demnach erkranken unter anderem in Frankreich, den Niederlanden und Großbritannien heute tendenziell weniger Menschen an Alzheimer und Co als noch eine Generation zuvor. Den Forschern zufolge belegt dies, dass Prävention tatsächlich möglich ist.

scinexx

Demenzerkrankungen wie Alzheimer gehören zu den folgenschwersten Krankheiten des Alters und betreffen weltweit Millionen von Menschen. Allein in Deutschland leben gegenwärtig rund 1,7 Millionen Patienten mit einer Demenz: Leiden, für die es kaum wirksame Therapiemethoden, geschweige denn Heilmittel gibt.

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Salafismus: „Diese Prediger machen den Islam kaputt“

Shams ul-Haq hat für sein neues Buch „Eure Gesetze interessieren uns nicht“ undercover in Islamisten-Moscheen recherchiert Foto: Falko Siewert, Orell Füssli Verlag
Shams ul-Haq hat undercover in Salafisten-Moscheen recherchiert, auch in Berlin. Es werden schon Kinder zu Extremisten geformt.

Ulrich Kraetzer | Berliner Morgenpost

Vor wenigen Jahre recherchierte der Journalist Shams ul-Haq undercover in Flüchtlingsheimen und deckte teils verheerende Missstände auf. Für sein neues Buch, „Eure Gesetze interessieren uns nicht“, war er nun – ebenfalls undercover – in radikalen Moscheen unterwegs. Auch in Berlin. Mit der Berliner Morgenpost sprach der einst als Flüchtling aus Pakistan eingewanderte Shams ul-Haq über charismatische Prediger, den Nachwuchs der Dschihadisten-Szene und die Frage, wie sich Menschen in Extremisten-Moscheen radikalisieren lassen.

Herr Haq, Sie sehen nicht so aus, wie man sich einen Islamisten vorstellt. War es schwierig, mit den radikalen Predigern und ihren Anhängern Kontakt aufzunehmen?

Shams ul-Haq: Am Anfang schon. In eine normale friedliche Moschee geht man einfach rein, man betet, und das interessiert keinen. Auch als Journalist ist man dort jederzeit willkommen und kann mit dem Imam ganz entspannt einen Tee trinken. In einer salafistischen oder gar dschihadistischen Moschee stellen die Leute Fragen. Wer bist Du? Was willst Du hier? Warum kommst Du gerade in unsere Moschee? Sie sind misstrauisch, und wenn man etwas erfahren möchte, braucht man eine glaubhafte Geschichte. Ich bin in die Moscheen erst mal ohne Bart reingegangen und habe ihn dann wachsen lassen. Ich habe dann nach und nach mehr gebetet. Das sehen die Leute. Sie haben mich dann als jemanden wahrgenommen, der zu Gott zurückgefunden hat, und haben sich mir geöffnet.

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Einmal kräftig gerüttelt – und das Hubble-Teleskop funktioniert wieder

Noch einmal Glück gehabt: Das Hubble-Teleskop funktioniert wieder. (Bild: Nasa)
Vor einigen Wochen ist das Weltraumteleskop «Hubble» wegen eines defekten Kreiselkompasses in einen Sicherheitsmodus versetzt worden. Jetzt haben Nasa-Ingenieure den Fehler behoben.

Christian Speicher | Neue Zürcher Zeitung

Das Hubble-Teleskop ist wieder voll einsatzfähig. Wie die Nasa am Samstag mitteilte, kehrte das Teleskop am Wochenende zum wissenschaftlichen Betrieb zurück. Das Weltraumteleskop war Anfang Oktober in einen Sicherheitsmodus versetzt worden, nachdem eines der drei Gyroskope ausgefallen war, die zur Stabilisierung und Ausrichtung des Teleskops benötigt werden.

Ein Gyroskop ist eine Art Kreisel, mit dem sich Lageänderungen im Raum messen lassen. Nach dem Ausfall hatte die Nasa versucht, ein Reservegerät in Betrieb zu nehmen. Dieses meldete jedoch viel zu hohe Rotationsgeschwindigkeiten.

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Gotteslästerung steht in Irland nicht mehr unter Strafe

Bild: © dpa/Paul Mcerlane
80 Jahre lang schützte es den christlichen Glauben vor Verächtlichmachung: Doch bald ist das irische Blasphemiegesetz Geschichte. Selbst die katholischen Bischöfe des Landes sprachen sich dagegen aus.

katholisch.de

Mit deutlicher Mehrheit haben die Iren für eine Abschaffung des Blasphemiegesetzes gestimmt. Laut Medienangaben (Sonntag) sprachen sich fast 65 Prozent der Wähler bei dem Referendum am Freitag für eine Streichung der Verfassungsklausel von 1937 aus, die Gotteslästerung unter Strafe stellt. Zugleich wählten die Iren bei der Präsidentschaftswahl den amtierenden Dichter und Menschenrechtler Michael Higgins (77) für eine zweite Amtszeit. Die Wahlbeteiligung lag bei knapp über 43 Prozent.

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Türkischer Journalist Yigit: Ausländerbehörde dementiert Ausweisung

Der türkische Journalist Yigit protestierte bei einer Pressekonferenz im September. Bild: tagesschau.de
Die Hamburger Ausländerbehörde hat Berichte dementiert, nach denen dem türkischen Journalisten Yigit die Ausweisung aus Deutschland droht. Er erhält eine neue Aufenthaltsgenehmigung aus humanitären Gründen.

tagesschau.de

Die Hamburger Ausländerbehörde hat Berichte über eine angebliche Ausweisung des türkischen Journalisten Adil Yigit dementiert. Für Yigit sei keine Ausweisung angeordnet worden, auch eine Abschiebung des Manns sei nicht geplant, erklärte die Behörde. Am Wochenende hatte die Zeitung „taz“, für die der Kritiker des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan schreibt, darüber berichtet.

Nach Angaben der Hamburger Ausländerbehörde wurde Yigits Antrag auf eine Verlängerung seiner befristeten Aufenthaltsgenehmigung abgelehnt, weil die gesetzlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt seien. Diese Ablehnung sei „standardmäßig“ auch mit einer Ausreiseaufforderung verbunden. Aus dem Bescheid, der tagesschau.de vorliegt, geht allerdings hervor, dass Yigit eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen erteilt wird.

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