Kakaogenuss schon vor 5.300 Jahren


Kakaobohnen und Kakaopulver: Die Domestikation des Kakaobaums verdanken wir offenbar einer Kultur im Amazonasgebiet. © Yelena Yemchuk/ iStock
Überraschender Fund: Archäologen haben die ältesten Belege für die Zubereitung von Kakao in der Neuen Welt entdeckt. Demnach wurde der Trinkkakao nicht in Mittelamerika erfunden, sondern viel weiter südlich – im Amazonagebiet. Das belegen Rückstände von Kakao in 5.300 Jahre alten Tongefäßen aus dem Südosten Ecuadors. Schon 1.500 Jahre vor den Kulturen Mittelamerikas haben demnach die Menschen dort die Kakaopflanze domestiziert und ihre Samen als Getränk zubereitet, wie die Forscher berichten.

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Schon die Maya und Azteken wussten Kakao und Schokolade zu schätzen: In den präkolumbianischen Kulturen Mittelamerikas war das Gebräu aus den Samen des Kakaobaums Theobroma cacao ein Trank der Götter und der Eliten. Der Trinkkakao wurde in Ritualen und bei Festen konsumiert und in speziellen Trinkbechern kredenzt, wie archäologische Funde belegen. Abbildungen zeugen zudem davon, dass Kakaosamen gehandelt und als Währung bei Tributzahlungen eingesetzt wurden.

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