Umfrage: Mehrheit für Verzicht der Kirchen auf Staatsleistungen


Bild: tilly
Nach einer repräsentativen Umfrage des Erfurter Meinungsforschungsinstituts Insa-Consulere sind die meisten Deutschen dafür, dass die Kirchen auf die historisch entstandenen Staatsleistungen verzichten. 59 Prozent befürworten das.

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Das berichtet die in Weimar erscheinende mitteldeutsche Kirchenzeitung „Glaube und Heimat“ (Sonntag) unter Berufung auf das Meinungsforschungsinstitut. Danach findet die Verzichtsforderung unter Konfessionslosen mit 72 Prozent die höchste Zustimmung. An zweiter Stelle folgen die katholischen Kirchenmitglieder mit 58 Prozent, unter den landeskirchlichen Protestanten sind es 53 Prozent. An vierter Stelle stehen mit 46 Prozent die Mitglieder freikirchlicher Gemeinden, die keinerlei Staatsleistungen empfangen.

Die beiden großen Kirchen erhalten im laufenden Jahr voraussichtlich rund 520 Millionen Euro an sogenannten Staatsleistungen. Dabei handelt es sich um Zuwendungen für Erfüllung kirchlicher Aufgaben und Deckung des kirchlichen Bedarfs, die bereits vor Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung von 1919 gezahlt wurden. Die Ansprüche reichen teilweise bis in die Zeit der Reformation zurück.

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