Verurteilter muss nicht mit Entlassung rechnen – er darf Priester bleiben


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Der wegen Betrugs verurteilte Priester des Erzbistums Freiburg darf wahrscheinlich weiterhin im Klerikerstand bleiben. Der Priester war am Montag vom Landgericht Mannheim zu vier Jahren Haft verurteilt worden.

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Das Kirchenrecht sehe bei den dem Geistlichen vorgeworfenen Taten eher Geldbußen oder Gehaltskürzungen vor, sagte der Freiburger Kirchenrichter Thorsten Weil am Dienstag auf Anfrage. Dem früheren leitenden Geistlichen werden im kirchlichen Prozess der Missbrauch übertragener Aufgaben sowie eine Tätigkeit als Unternehmensberater ohne Erlaubnis des Erzbistums vorgeworfen.

Die Kirche habe zugleich weiterhin eine Fürsorgepflicht. An welcher Position der Priester nach Verbüßen seiner Haftstrafe arbeiten könne, werde später entschieden, so Weil.

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