Wie Kirche und Kreml in Russland zusammenspannen


Kreml und Kirche auf dem Solovetsky-Archipel. Bild: SRF
Es war das Jahr 1952, als Maria Putina ihren Sohn in eine Leningrader Kirche trug, um ihn taufen zu lassen. Im Geheimen musste das alles geschehen. In der Sowjetunion war Atheismus staatlich verordnet. Gläubige wurden verfolgt.

David Nauer | SRF

Putina und ihr Söhnchen kamen allerdings ungeschoren davon. Der diensthabende Pope Michail taufte den Neugeborenen auf den Namen Wladimir. Wladimir Putin sollte später russischer Präsident werden – und seine Herrschaft ein wahrer Segen für die russisch-orthodoxe Kirche. Diese Kirche hat ihren Einfluss auf Gesellschaft und Staat in den letzten Jahren massiv ausbauen können.

Nicht nur werden im ganzen Land Gotteshäuser saniert oder gleich neu gebaut. Der Klerus besitzt auch umfangreiche Ländereien, betreibt zahlreiche Geschäfte und geniesst umfangreiche Steuerprivilegien. Auch politisch reden die Männer in den schwarzen Roben mehr und mehr mit.

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