Søren Kierkegaard:“Der Glaube beginnt gerade da, wo das Denken aufhört“


Søren Kierkegaard emanzipierte den Glauben von der Vernunft (picture alliance / dpa)
Warum war Abraham bereit, seinen Sohn Gott zu opfern? Darüber dachte der dänische Philosoph Søren Kierkegaard intensiv nach – um festzustellen, dass der Verstand damit überfordert sei. Er warb für den persönlichen Zugang zum Christentum und legte sich mit der protestantischen Amtskirche an.

Von Klaus Englert | Deutschlandfunk

Eines seiner frühesten Werke nannte der 29-jährige Rembrandt: „Die Opferung Isaaks“. Rembrandt wählte für das alttestamentliche Motiv eine Nachtszene im grellen Mondesschein: Das Licht fällt von vorne auf die drei Figuren, angeordnet in dynamisch aufsteigender Linie: In der Bildmitte Abraham, der seinem Sohn, mit entblößtem Oberkörper unter ihm liegend, mit der Linken das Gesicht verdeckt und mit der Rechten gerade zum tödlichen Dolchstoß ansetzt. Zur gleichen Zeit greift ein von oben herabkommender Engel seine Hand und befiehlt mit erhobener Linker, von der Tat abzulassen.

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