Kirchenrechtler nennt AfD-Ausschluss widersprüchlich


Der Kirchenrechtler Hans Michael Heinig hat den Ausschluss der AfD von den Podien des evangelischen Kirchentags als widersprüchlich bezeichnet. Einerseits heiße es in dem Beschluss des Kirchentagspräsidiums, niemand werde wegen seines Parteibuchs ein- oder ausgeladen. „Zugleich aber sollen alle Vertreter der AfD qua Parteizugehörigkeit disqualifiziert sein, am Kirchentagsprogramm mitzuwirken“, schreibt Heinig in einem Meinungsbeitrag für die evangelische Zeitschrift „zeitzeichen“. Also sei doch die Parteizugehörigkeit entscheidend.

evangelisch.de

Im September hatte das Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags seinen Beschluss veröffentlicht, AfD-Mitglieder nicht zu den Podien und Diskussionsveranstaltungen einzuladen. Gleichwohl sind potenzielle Wähler und Sympathisanten zum Gespräch eingeladen. Der 37. Deutsche Evangelische Kirchentag findet im Juni 2019 in Dortmund statt.

Heinig nennt den Ausschluss der AfD in dem Beitrag auch inkonsequent. So habe der Kirchentag einen Ausschluss der oft aggressiv antisemitischen israelkritischen BDS-Bewegung bislang nicht erwogen, schreibt der Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der Evangelische Kirche in Deutschland.

weiterlesen