Dutzende Angriffe gegen LGBTIQ in Berlin


Bild: bpb.de
Die Polizei hat für das vergangene Jahr allein in der Hauptstadt 139 Straftaten aufgrund sexueller Orientierung erfasst. Bundesweit zählte die Polizei 313 Straftaten.

Von Vanessa Vu | ZEIT ONLINE

Auf der Straße, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im eigenen Wohngebäude – überall werden Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer sexuellen Identität angegriffen. Allein für die Hauptstadt zählte die Polizei 2017 mindestens 139 Straftaten gegen LGBTIQ (englische Abkürzung für Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexual, Queer), die meisten davon Gewaltdelikte (49). Vorläufige Zahlen für 2018 deuten auf ähnliche Fallzahlen bis zum Jahresende hin. Die Zahlen stellte das Berliner Polizeipräsidium gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg vor.

Demnach wurden vor allem Männer als Opfer erfasst (2017: 51 männliche Personen, 9 weibliche Personen, 1 unbekannt). Die häufigsten Tatorte sind das sogenannte öffentliche Straßenland und der öffentliche Nahverkehr. Die Aufklärungsquote lag bei 44 Prozent, es werden also weniger als die Hälfte aller Fälle aufgeklärt.

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