US-Zwischenwahlen: Republikaner brauchen die Evangelikalen

Bei gläubigen Wählern liegen Donald Trumps Republikaner vorne, besonders bei den weißen Evangelikalen. Manche Außenstehende kritisieren diese Allianz. Doch sie hat eine eigene Logik, auch bei den US-Kongresswahlen am 6. November.

evangelisch.de

Bei den US-Kongresswahlen am 6. November kommt es auf die Mobilisierung der Stammwähler an: Bei der erwarteten Beteiligungsrate von etwas mehr als 40 Prozent der Wahlberechtigten können organisierte Minderheiten den Ausschlag geben. Bei den Republikanern gehören zur Basis die weißen Evangelikalen. Sie stellten bei Trumps Erfolg 2016 laut Nachwahlbefragung etwa ein Viertel der Wähler. Rund 80 Prozent dieser Bevölkerungsgruppe stimmten für Trump.

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Schwangerschaften: Lieber Abstand halten

Unnötiges Risiko: Forscher raten Frauen davon ab, ihre Kinder zu schnell hintereinander zu bekommen. © Jupiterimages/ thinkstock
Warten lohnt sich: Wer nach der Geburt des letzten Kindes sofort wieder schwanger wird, setzt sich womöglich unnötigen Risiken aus. Denn eine Studie zeigt: Liegen zwischen Niederkunft und erneuter Schwangerschaft weniger als zwölf Monate, steigt die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen. Demnach nimmt bei älteren Frauen insbesondere das Risiko lebensgefährlicher Komplikationen bei der Mutter zu. Jüngere riskieren dagegen vor allem eine Frühgeburt, wie Forscher berichten.

scinexx

Welcher Abstand ist der richtige? Diese Frage stellen sich viele Paare, die sich mehr als ein Kind wünschen. Meist spielen für die Eltern dabei vor allem psychologische Faktoren eine Rolle: Wie viel geballten Kleinkind-Stress können sie verkraften und wie viel geschwisterliche Nähe oder individuelle Aufmerksamkeit wünschen sie ihrem Nachwuchs?

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12 Mind-Bending Perceptual Illusions

Breezy Clothing
Everyone loves a good optical illusion. Most people first come across them as kids, and are instantly transfixed. And most of us never quite outgrow them. Even cats seem to enjoy the occasional optical illusion!

By Steve Stewart-Williams | NAUTILUS

The good news, then, for humans and nonhumans alike, is that our illusions seem to be getting better over time. In the age of social media, lots of people are making and sharing them, and the best ones are quickly going viral and setting the new standard. In effect, our illusions are evolving culturally to be more and more powerful.

But although perceptual illusions are fun, they also have important philosophical implications. They show us in a clear and unambiguous way that we don’t directly perceive the world around us. Perceptual experience is a simulation—a mental model—that doesn’t always correspond to the reality it aims to depict.

The following illusions are some of my favorites. Enjoy!

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Die Sünde der Homophobie

Bild: pixabay/ CC0
Weltweit ist die römische Kirche vermutlich der größte Arbeitgeber von Homosexuellen, doch sie verweigert sich minimalsten Menschenrechtsstandards

Peter Bürger | TELEPOLIS

Nach einer internationalen Konferenz im April 2016 habe ich mir jenen schwulen Kleriker-Kalender gekauft, der in Roms Souvenirläden zum festen Sortiment gehört. Das Thema ist überaus ernst, aber beim Durchblättern des Kalenders geriet ich gemeinsam mit einer katholischen Publizistin aus den USA in ein befreiendes Lachen. Die Bäuche taten uns weh, als wir auf der letzten Seite angekommen waren.

Aus meiner eigenen Lebensgeschichte und vielen Begegnungen mit anderen Theologen weiß ich, dass Homosexuelle im letzten Jahrhundert zumeist unbewusst – noch ohne eigenes Erwachen – den Weg zum Beruf des zölibatären Priesters gewählt haben. Vor den gesellschaftlichen Umwälzungen, die Ende der 1980er Jahre einsetzten, gab es in schwulen Biographien viel Bedrückendes, aber nur wenig „freie Wahl“. Wer sich selbst nicht kennenlernen darf, wird eben durchs Leben getrieben.

Nach Weisung einer speziellen Vatikanbehörde kann es schwule Priester gar nicht geben. Der Anteil von Homosexuellen in der römisch-katholischen Priesterschaft ist jedoch hoch, sehr hoch. Menschen, die mehr als nur oberflächlich mit der Kirche in Berührung kommen, wissen das auch. Viele Gemeinden sind dankbar für ihre homosexuellen Seelsorger und würden diesen im Konfliktfall auch jede Rückendeckung geben.

Den besten Überblick haben freilich die Ortbischöfe und die Personalchefs der Bistümer. Für sie wäre es ein Supergau, wenn der Anteil von Homosexuellen im Klerus im öffentlichen Diskurs auf einem nur annähernd realistischen Niveau zur Sprache käme.

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Theologe: Religionen müssen mehr gegen Antisemitismus tun

links: Bildnis von Gewalt gegen Juden entstanden 1250 ;rechts: „Von den Juden und ihren Lügen“: mit dieser Schrift begann Martin Luthers Serie judenfeindlicher Schriften von 1543. Bild: zu-Daily.de
Den Religionen kommt im Kampf gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit nach Ansicht des Landauer katholischen Universitätstheologen Wolfgang Pauly eine wichtige Aufgabe zu.

evangelisch.de

Die großen Glaubensgemeinschaften müssten sich mehr um die Menschen kümmern, „damit sie ein glückliches, gelungenes Leben führen können“, sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Pfalz in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Labile Menschen, die keine starke Identität ausgebildet hätten, seien besonders anfällig für rassistische Ideologien, warnte Pauly im Vorfeld des 80. Jahrestags der Reichspogromnacht vom 9. November 1938.

Die christlichen Kirchen müssten vermitteln, dass ein „erfülltes Menschsein“ die Grundvorsaussetzung für ein friedliches Zusammenleben sei, sagte Pauly. „Man kann nicht glücklich gegen, sondern nur mit anderen sein.“ Doch leider gelinge es den Kirchen immer weniger, die Menschen für ihre Botschaft der Nächstenliebe und des Friedens zu begeistern.

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Deutschland im November vor 100 Jahren

Bild: tagesschau.de
Der Erste Weltkrieg gilt als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts: Deutschland büßt ein Zehntel seiner Bevölkerung ein. Doch im November 1918 überstürzen sich die Ereignisse. Das Land verändert sich radikal.

Von Maiken Nielsen | tagesschau.de

For Close-Knit Planets, Sharing Life Could Be Easy

An artist’s impression of the TRAPPIST-1 planetary system. Credit: SETI Institute
How could life be shared between planets in close proximity to one another? This question has received a greater insight thanks to new analytics based on previously known and new calculations.

By Starre Vartan | SPACE.com

The findings from this new research are helping scientists understand how likely life would be on a given planet in such tight-knit systems if that world shows signs of habitability.

This approach began with a blasphemous-at-the-time idea: that life exists throughout the universe and can travel without supernatural interference. Anaxagoras, a 5th-century B.C. Greek philosopher, called this concept „panspermia.“ Kelvin, Helmholtz and Arrhenius advanced the idea in the 19th and 20th centuries by examining how life could be carried to and from Earth. In 2009, Stephen Hawking went beyond our solar system with the idea when he suggested that „life could spread from planet to planet or from stellar system to stellar system, carried on meteors.“ [5 Bold Claims of Alien Life]

Dimitri Veras, an astrophysicist at the University of Warwick in England and lead author of a recent paper on the subject, said, „Within the last century, [panspermia] has been focused on life transport within the solar system, including Earth.“

The TRAPPIST-1 solar system, which is 39 light-years from Earth and includes seven planets packed into an orbit smaller than Mercury’s, changes this Earth-centric idea. This system’s sun is an ultracool red dwarf. So, even though the seven nearby planets orbit closely, they are possibly all still in the habitable zone, to varying degrees depending upon the makeup of their atmospheres. That makes this system a perfect model for exploring the idea of panspermia, per Hawking, anywhere in the universe.

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Kondolenzkarten werden immer säkularer und bunter

Bei der Oster- und Weihnachtspost ist es zu beobachten, aber auch bei Trauerkarten – es wird zunehmend schwieriger, Karten mit christlichen Bildmotiven und Gedanken zu finden.

DOMRADIO.DE

Ein schlichtes Kreuz oder eine Darstellung betender Hände, dazu vielleicht noch ein Psalm oder tröstender Spruch aus der Bibel – lange entsprachen Trauerkarten dieser Optik. Wer heute eine Kondolenzkarte sucht, steht vor einer Vielfalt an Motiven und Stilrichtungen. Karten mit christlicher Botschaft sind im gängigen Kartensortiment von Kaufhäusern und Drogeriemärkten immer seltener zu finden.

Im Trend sind stimmungsvolle Naturaufnahmen – die untergehende Sonne, ein auf dem See ruhendes Boot, fallendes Herbstlaub, eine Pusteblume, Zugvögel, oft ergänzt von weltlichen und philosophischen Sinnsprüchen oder einem schlichten „In stiller Anteilnahme“, „Mein Mitgefühl“ oder „Zum Abschied“. Einer der Marktführer, die „Grafik Werkstatt“ Gütersloh, setzt in ihrem Kartenprogramm auf „neutrale“ Herzensbotschaften. „Damit hoffen wir, alle Kunden – quasi konfessionsübergreifend – anzusprechen“, erklärt Marketing-Mitarbeiterin Kartini Diapari.

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Stahlseil-Anschlag auf ICE sollte „viele Tote“ verursachen

Ein ICE fährt auf der Strecke zwischen Nürnberg und München. Foto: dpa
Der versuchte Anschlag auf einen ICE mit einem Stahlseil Anfang Oktober sollte einem Bericht zufolge verheerende Folgen haben.

Kölner Stadt-Anzeiger

„Ziel war ein Anschlag mit vielen Toten und Verletzten“, heißt es laut der „Welt am Sonntag“ in Ermittlerkreisen. Das verwendete Stahlseil sei allerdings nicht dick genug gewesen, um den Zug entgleisen zu lassen.

Der ICE war mit rund 200 Stundenkilometern unterwegs gewesen und hatte das Seil durchgerissen. Das bayerische Landeskriminalamt und das Bundeskriminalamt bearbeiteten den Fall inzwischen mit 50 Ermittlern, berichtete die Zeitung weiter.

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Unionspolitiker fordern Ende des Abschiebestopps für Syrer

Bild: Pixabay / CC0
Nach der Gruppenvergewaltigung in Freiburg, bei der mehrere Syrer unter Tatverdacht stehen, sollen Möglichkeiten geprüft werden, Gefährder und Straftäter nach Syrien zurückzubringen

Thomas Pany | TELEPOLIS

Auch der bayerische Innenminister Hermann (CSU) spricht sich dafür aus, das Abschiebeverbot für Syrien zu überdenken.

„Es geht sicher nicht darum, anständige und gut integrierte Syrer abzuschieben“, sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion. „Aber unsere Verantwortung für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland verpflichtet uns, alle Hebel des Rechtsstaats in Bewegung zu setzen, um syrische Straftäter und Gefährder außer Landes zu bringen, sobald es die Lage erlaubt.“

Westfälische Rundschau

In der vergangenen Woche hatten sich CDU-Politiker, so der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl und der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Mathias Middelberg, nach einer Gruppenvergewaltigung in Freiburg, an der angeblich sieben syrische Asylsuchende und ein Deutscher beteiligt gewesen sein sollen, für eine Neubewertung des Abschiebestopps für Syrien ausgesprochen.

Seit 2012 gibt es das Abschiebeverbot für Syrien, begründet wurde es „mit zahlreichen Berichten über Folter und Mord in allen Teilen Syriens“, weswegen „zunächst einzelne, dann 2012 alle Bundesländer Abschiebungen nach Syrien ausgesetzt haben“.

Die Innenminister der Bundesländer sollen nun darüber beraten, dies zu ändern. Dazu ist eine neue Lageeinschätzung der Sicherheit in Syrien nötig. Dahinein spielt freilich auch der Krieg in Syrien.

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Zentralrats-Vize Lehrer fordert mehr Engagement gegen Antisemitismus

Synagoge in Berlin. Themenbild Bild: bb

80 Jahre nach der Reichspogromnacht sieht sich der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, an „Zeiten wie am Ende der Weimarer Republik“ erinnert. Die Juden seien besorgt über den sich ausbreitenden Antisemitismus.

DOMRADIO.DE

epd: Am 9. November jährt sich zum 80. Mal die Reichspogromnacht, in der in ganz Deutschland jüdische Häuser und Synagogen niedergebrannt wurden. Wie ist heute die Gefühlslage der Juden in Deutschland?

Abraham Lehrer (Vizepräsident Zentralrat der Juden in Deutschland u. Kölner Synagogen-Vorstand): Wir sind besorgt über den sich ausbreitenden Antisemitismus. Mir begegnen noch immer alte Ressentiments nach dem Motto „die Juden beherrschen das Fernsehen und die Banken- und Finanzwelt“. Regelrecht geschockt hat mich der Umgang der Behörden mit einem Neonazi-Aufmarsch vor einigen Wochen in Dortmund. Dort konnten Teilnehmer einen neuen Nationalsozialismus fordern und skandieren „Wer Deutschland liebt, ist Antisemit“, ohne dass die Polizei einschritt.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sah anschließend keine Versäumnisse und die Staatsanwaltschaft vertrat anfangs die Auffassung, es habe sich nicht um Antisemitismus gehandelt. Dass so etwas möglichst ist, erinnert an Zeiten wie am Ende der Weimarer Republik. Eine solche Versammlung hätte sofort aufgelöst werden müssen. Der Vorfall zeigt, dass wir zu wenig geschulte Polizisten haben, die auf Antisemitismus schnell und angemessen reagieren.

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Missbrauchsstudie ohne „kriminalistischen“ Ansatz: Rechtliche Hürden für Ermittlungen der Staatsanwaltschaften

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Nach der Strafanzeige einer Gruppe von Strafrechtsprofessoren wollen Staatsanwaltschaften die MHG-Missbrauchsstudie „auswerten“, um Anhaltspunkte für Ermittlungen zu finden. Doch das wird nicht einfach.

Von Norbert Demuth | katholisch.de

In vielen Fällen erfahren Ermittlungsbehörden von einer Straftat erst durch eine Strafanzeige. Im Fall des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche in Deutschland wurden hingegen schon Mitte September die wesentlichen Ergebnisse der sogenannten MHG-Studie bekannt.

Die hohen Fallzahlen sorgten weithin für Erschütterung. „Die Zahlen gingen wie eine Rakete einmal um die Welt“, sagt Studien-Koordinator Harald Dreßing. Auch „New York Times“ und „Le Monde“ hätten berichtet. Doch auch diese weltweite Berichterstattung hätte nicht automatisch bedeutet, dass sich die deutschen Staatsanwaltschaften einschalten.

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