Kondolenzkarten werden immer säkularer und bunter


Bei der Oster- und Weihnachtspost ist es zu beobachten, aber auch bei Trauerkarten – es wird zunehmend schwieriger, Karten mit christlichen Bildmotiven und Gedanken zu finden.

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Ein schlichtes Kreuz oder eine Darstellung betender Hände, dazu vielleicht noch ein Psalm oder tröstender Spruch aus der Bibel – lange entsprachen Trauerkarten dieser Optik. Wer heute eine Kondolenzkarte sucht, steht vor einer Vielfalt an Motiven und Stilrichtungen. Karten mit christlicher Botschaft sind im gängigen Kartensortiment von Kaufhäusern und Drogeriemärkten immer seltener zu finden.

Im Trend sind stimmungsvolle Naturaufnahmen – die untergehende Sonne, ein auf dem See ruhendes Boot, fallendes Herbstlaub, eine Pusteblume, Zugvögel, oft ergänzt von weltlichen und philosophischen Sinnsprüchen oder einem schlichten „In stiller Anteilnahme“, „Mein Mitgefühl“ oder „Zum Abschied“. Einer der Marktführer, die „Grafik Werkstatt“ Gütersloh, setzt in ihrem Kartenprogramm auf „neutrale“ Herzensbotschaften. „Damit hoffen wir, alle Kunden – quasi konfessionsübergreifend – anzusprechen“, erklärt Marketing-Mitarbeiterin Kartini Diapari.

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