Missbrauchsstudie ohne „kriminalistischen“ Ansatz: Rechtliche Hürden für Ermittlungen der Staatsanwaltschaften


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Nach der Strafanzeige einer Gruppe von Strafrechtsprofessoren wollen Staatsanwaltschaften die MHG-Missbrauchsstudie „auswerten“, um Anhaltspunkte für Ermittlungen zu finden. Doch das wird nicht einfach.

Von Norbert Demuth | katholisch.de

In vielen Fällen erfahren Ermittlungsbehörden von einer Straftat erst durch eine Strafanzeige. Im Fall des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche in Deutschland wurden hingegen schon Mitte September die wesentlichen Ergebnisse der sogenannten MHG-Studie bekannt.

Die hohen Fallzahlen sorgten weithin für Erschütterung. „Die Zahlen gingen wie eine Rakete einmal um die Welt“, sagt Studien-Koordinator Harald Dreßing. Auch „New York Times“ und „Le Monde“ hätten berichtet. Doch auch diese weltweite Berichterstattung hätte nicht automatisch bedeutet, dass sich die deutschen Staatsanwaltschaften einschalten.

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