Theologe: Religionen müssen mehr gegen Antisemitismus tun


links: Bildnis von Gewalt gegen Juden entstanden 1250 ;rechts: „Von den Juden und ihren Lügen“: mit dieser Schrift begann Martin Luthers Serie judenfeindlicher Schriften von 1543. Bild: zu-Daily.de
Den Religionen kommt im Kampf gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit nach Ansicht des Landauer katholischen Universitätstheologen Wolfgang Pauly eine wichtige Aufgabe zu.

evangelisch.de

Die großen Glaubensgemeinschaften müssten sich mehr um die Menschen kümmern, „damit sie ein glückliches, gelungenes Leben führen können“, sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Pfalz in einem Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Labile Menschen, die keine starke Identität ausgebildet hätten, seien besonders anfällig für rassistische Ideologien, warnte Pauly im Vorfeld des 80. Jahrestags der Reichspogromnacht vom 9. November 1938.

Die christlichen Kirchen müssten vermitteln, dass ein „erfülltes Menschsein“ die Grundvorsaussetzung für ein friedliches Zusammenleben sei, sagte Pauly. „Man kann nicht glücklich gegen, sondern nur mit anderen sein.“ Doch leider gelinge es den Kirchen immer weniger, die Menschen für ihre Botschaft der Nächstenliebe und des Friedens zu begeistern.

weiterlesen