Khashoggi-Mord: Scheinheiligkeit des Westens nicht zu überbieten


Plötzlich empört sich die westliche Welt über Saudi-Arabien wegen der Ermordung des Journalisten Khashoggi. Die Scheinheiligkeit ist nicht zu überbieten: Saudi-Arabien und sein religiös-industrieller Sektor gelten als Wiege des Radikal-Islamismus. Das Land tritt Menschenrechte mit Füßen. Aber wegen lukrativer Waffen- und Ölgeschäfte schaut der Westen weg.

Tassilo Wallentin | krone.at

Der Abschlussbericht über die Terroranschläge vom 11. September steht bis heute unter Verschluss. Denn er soll schwerste Vorwürfe gegen den wichtigsten Verbündeten des Westens im Nahen Osten enthalten: Saudi-Arabien. 15 von 19 Attentätern waren saudische Staatsbürger. Saudi-Arabien soll den “islamistischen Terror auf US-Boden finanziert und systematisch unterstützt haben.“ Das sagte Bob Graham – ehemaliger US-Senator und Leiter des Geheimdienstausschusses. Um die Rolle der USA im Nahen Osten sowie Öl- und Waffenexporte nicht zu gefährden, soll bereits die Bush-Regierung hierüber Stillschweigen angeordnet haben.

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