Nanoroboter steuern durchs Auge


Gewimmel im Auge: Winzige Nanoroboter könnten künftig Wirkstoffe an unsere Netzhaut bringen. © mikcz/ thinkstock
Etwas gruselig, aber nützlich: Forscher haben erstmals Nanoroboter erschaffen, die zerstörungsfrei unser Auge durchqueren können. Die Roboter bewegen sich mit Minipropellern durch den dichten Glaskörper des Auges, ohne dort Schäden zu hinterlassen – und sind dabei von außen über ein Magnetfeld steuerbar. Dadurch könnten solche Nanoroboter künftig Medikamente zur Netzhaut oder in andere schwer zugängliche Gewebe transportieren, wie die Forscher im Fachmagazin „Science Advances“ berichten.

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Spritzen, Tabletten und andere gängige Verabreichungsmethoden für Medikamente haben einen gravierenden Nachteil: Sie bringen die Mittel meist nicht direkt an ihren Wirkort im Körper. Stattdessen müssen die Wirkstoffe erst mit dem Blut dorthin gelangen und werden entsprechend verdünnt. Deshalb arbeiten Forscher schon seit längerem an Nanofähren, die Arzneimittel gezielt an ihren Wirkort transportieren können – beispielweise in Form von Nanopartikeln, winzigen Polymer-Robotern oder Nanoröhrchen mit chemischem Düsenantrieb.

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