Richard Dawkins und die Verteidigung menschlicher Vernunft


Richard Dawkins: Forscher aus Leidenschaft. Foto: Ralf Julke
Von fundamentalen Dummköpfen nicht irre machen lassen

Ralf Julke | Leipziger Internet Zeitung

Es ist erstaunlich: Zu Beginn des 21. Jahrhunderts kämpfen wir nun wieder gegen ein Dunkelmännertum, das eigentlich in dieser Vernunftfeindlichkeit zuletzt im 17. Jahrhundert zu finden war. Es wird an Verschwörungstheorien und Astrologie geglaubt, an göttliche Pläne und heimliche Kräfte. Und umso mehr fällt ein Bursche auf, der seit Jahrzehnten mit Witz und Sarkasmus für die Benutzung des gesunden Menschenverstandes wirbt.

Zum ersten Mal so richtig ins Hornissennest gestochen hat der englische Evolutionsbiologe Richard Dawkins ja bekanntlich 1976 mit der Veröffentlichung seine Buches „The Selfish Gene“, das in der deutschen Variante dann als „Das egoistische Gen“ erschien. Was natürlich all den Diskutanten, die nur das Wörtchen „egoistisch“ lasen, suggerierte, Dawkins würde die Gene geradezu personifizieren und den Egoismus zur neuen Triebkraft der Evolution erklären. Tatsächlich erzählte er mit seinem Buch sehr plastisch, wie die darwinistische Evolution tatsächlich vor sich geht – nämlich auf Basis der Gene, den Informationsträgern des Lebens.

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