Pakistans Regierung steht zu umstrittenen Blasphemie-Gesetzen


Symbol Bild: Reuters
Nach den gewaltsamen Protesten gegen den Freispruch der zum Tode verurteilten Christin Asia Bibi in Pakistan hält die Regierung an den umstrittenen Blasphemie-Gesetzen fest. Der Minister für religiöse Angelegenheiten, Noorul Haq Qadri, sagte, seine Regierung werde die Gesetze in der Volksvertretung, im Oberhaus und anderswo schützen, wie pakistanische Medien am Dienstag berichteten.

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Nach den Blasphemiegesetzen kann Gotteslästerung und Prophetenbeleidigung mit dem Tod bestraft werden. Das Gesetz stammt ursprünglich aus britischen Kolonialzeiten, wo es dazu diente, abfällige Bemerkungen gegen das Christentum zu ahnden. Nach der Unabhängigkeit der islamischen Republik Pakistan 1947 erhielten die Paragrafen jedoch eine neuen Stellenwert und finden nun besonders häufig gegen religiöse Minderheiten wie Christen und Schiiten Anwendung.

Die Situation in Pakistan ist weiter angespannt, seitdem das Oberste Gericht am Mittwoch das Blasphemie-Todesurteil gegen die etwa 50 Jahre alte Bibi aufgehoben hat.

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