Salafisten nutzen Mangel islamischer Gefängnis-Seelsorger – Verfassungsschutz alarmiert


Themenbil. Salafisten in Deutschland (Bild: DW)
Sie wurde 2015 gegründet: Die salafistische Vereinigung „Al Asraa – Die Gefangenen“. Sie betreut Häftlinge in Gefängnissen von NRW. Der Verfassungsschutz ist alarmiert, denn er sieht „ein nicht unerhebliches Mobilisierungspotenzial“ in der Szene.

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Nach dem Rückzug des umstrittenen deutsch-türkischen Moscheeverbandes Ditib aus der Gefängnis-Seelsorge in Nordrhein-Westfalen versuchen offenbar organisierte Salafisten in diese Lücke zu stoßen. Nach Beobachtungen des NRW-Verfassungsschutzes hat sich die 2015 gegründete salafistische Vereinigung „Al Asraa – Die Gefangenen“ auf die Betreuung von inhaftierten Personen und deren Angehörigen spezialisiert.

Ein „zentrales Aufgabenfeld“ sei die persönliche Betreuung von Haftbesuchen in den Justizvollzugsanstalten (JVA), heißt es in einem Dossier der Sicherheitsdienste. Zudem würden Inhaftierte und ihr familiäres Umfeld „durch seelische und finanzielle Zuwendungen“ unterstützt. Dies geschehe durch das Versenden handgeschriebener Briefe, ideologisch gefärbter Bücher oder selbstgemalter Bilder, die teils von Kindern stammten.

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