Walter Strauss erlebte die Reichspogromnacht – und sagt heute: «Ich glaube nicht, dass die Menschen aus der Geschichte lernen. Der Weg von der Zivilisation zur Barbarei ist kurz.»

Walter Strauss erinnert sich: «Es herrschte eine geradezu fröhliche Stimmung im Volk.» (Bild: Annick Ramp / NZZ)

Im November 1938 brennen in Deutschland die Synagogen. Walter Strauss wird zum Zeugen des Nazi-Terrors. Erst über Umwege gelingt ihm die Flucht in die schweizerische Heimat seiner Mutter.

Marc Tribelhorn, Simon Hehli |Neue Zürcher Zeitung

Walter Strauss schreckt aus dem Schlaf. Gejohle auf der Strasse, klirrendes Glas. Es ist die Nacht auf den 10. November 1938. Der 16-jährige Jude mit Schweizer Wurzeln tastet sich ans Fenster der Wohnung am Berliner Kurfürstendamm und sieht Bilder, die ihn nie mehr loslassen werden: SA-Männer in ihren Reiterstiefeln treten die Scheiben im Parterre des Hauses ein, wo sich ein jüdisches Geschäft für Damenwäsche befindet. Dann schlagen sie mit Eisenstangen alles kurz und klein. Ein Mob aus Nazis, Mitläufern und Gaffern aus der Nachbarschaft plündert, klatscht und skandiert antisemitische Parolen. Dann ruft einer: «Die Synagoge brennt!»

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Der amerikanische Krieg gegen den Terror hat mindestens 500.000 Tote gekostet

US-Truppen im Irak bei der Offensive auf Mosul. Bild: DoD
Nach Schätzung des Costs of War Project der Brown University waren die Hälfte Zivilisten, die direkten finanziellen Kosten werden auf 4,6 Billionen US-Dollar geschätzt

Florian Rötzer | TELEPOLIS

Die USA haben von Anfang an darauf verzichtet, die Zahl der Getöteten und Verletzten in den Kriegen in Afghanistan, im Irak und in Pakistan zu zählen. Syrien wurde in den Bericht nicht aufgenommen, wo alleine mehr als eine halbe Million Menschen getötet wurden. Auch andere Länder wie Jemen, Somalia, Libyen oder Niger wurden nicht berücksichtigt. Für Afghanistan und den Irak veröffentlichen Vereinten Nationen regelmäßig die Zahl der Kriegsopfer, auch andere Organisationen wie AirWars versuchen, einen Überblick durch Auswertung unterschiedlicher Quellen zu geben.

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Mit der linken Hand essen die Teufel

Bei der Eröffnungsfeier des neuen Flughafens in Istanbul lässt es sich der türkische Präsident nicht nehmen, selbst ein Golf Cart zu fahren. Er verfügt über 21 Dienstwagen. Bild: dpa
Die Inflation bricht Rekorde, aber etwas ist doch stabil in der Türkei: das übliche Statement von Erdogans Schwiegersohn. Unterdessen bitten Willkommens-Imame Reisende zum Islam-Unterricht.

Von Bülent Mumay | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Zu den Gebieten, auf dem das Erdogan-Regime besonders erfolgreich ist, gehört es, die Realität zu manipulieren und die Wahrnehmung der Öffentlichkeit von irgendeiner Sache zugunsten der Regierung zu wenden. Nicht umsonst sind die Machthaber seit ihrem Regierungsantritt bestrebt, die Medien in die Hand zu bekommen. Das ist ihnen gelungen. Entweder zogen sie Medieneinrichtungen an sich oder wechselten die Eigentümer aus. Unliebsame Journalisten ließen sie feuern oder hinter Gitter bringen. Mit den ihnen zur Verfügung stehenden Instrumenten, von Gerichten bis zu den Medien, wird jede Form von Opposition verteufelt. Alle Manöver, Fehler und Misserfolge der Regierung werden durch Eingriffe in die Wahrnehmung legitimiert. Manchmal sogar als Erfolge verkauft.

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Blutspur nach Europa

US-Drohne. Bild: DoD
Amerikanische Drohnenangriffe im Orient wären ohne den Stützpunkt Ramstein nicht möglich

Josef Alkatout | TELEPOLIS

Der Fürst muss den Ruf der Grausamkeit nicht scheuen.

Niccolò Machiavelli

Mehrere der eingangs erwähnten Geheimgefängnisse (die nach 9/11 von den USA betrieben wurden) befanden sich in Europa, und Entführungen durch amerikanische Agenten wurden auf europäischem Boden ausgeführt. Die gerichtliche Aufklärung hierzu ist spärlich; Haftbefehle wurden nicht vollstreckt, das Thema scheint abgeschlossen. Doch Drohnen fliegen weiterhin. Hat dies etwas mit Europa zu tun? Können wir nicht einfach nur bedauern, was aus einem Land wurde, das uns mit Marshall-Plan und Berliner Luftbrücke das Überleben sicherte? Uns darüber wundern, welch schändliche Transformation die älteste dauerhafte moderne Demokratie der Welt wählte?

Durch die Recherchen einer Gruppe Investigativjournalisten der Süddeutschen Zeitung wurde bekannt, dass zumindest die deutsche Regierung sich in Sachen Drohnen die Hände nicht in Unschuld waschen kann. Etliche Dokumente und Aussagen belegen, dass die US-Militärbasis Ramstein und damit das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland eine ausschlaggebende Rolle im Drohnenkrieg spielt. Die Datenleitung zur technischen Befehlsweitergabe zwischen den Drohnenpiloten auf amerikanischem Boden und den unbemannten Flugobjekten selbst, die im Nahen und Mittleren Osten unterwegs sind, läuft über die Militärbasis in Deutschland.

Dabei kommt der Befehl von der amerikanischen AFRICOM-Zentrale aus Stuttgart, die Drohnenpiloten selbst sitzen auf den Militärbasen „Creech“ bei Las Vegas, „Ellsworth“, „Whiteman“ und „Cannon“ in South-Dakota, in Missouri und in der Wüste New Mexicos. Ihnen soll kein ausländischer Staat habhaft werden. Die Krümmung der Erdkruste würde eine Echtzeitverbindung aus den USA mit den Drohnen im Einsatzgebiet unmöglich machen; ein per Knopfdruck ausgelöster Angriff würde ein fahrendes Auto verfehlen. Die einzige Satelliten-Relais-Station der USA in Reichweite der Einsatzorte befindet sich in Ramstein. Die Daten fließen zuerst per Glasfaserkabel aus den USA nach Ramstein und von dort per Satellit an die Drohnen im jeweiligen Einsatzgebiet. Ebenso laufen Daten von den Drohnen, wie die Echtzeitüberwachungsbilder, zurück an die Einsatzteams – und nach Langley in die CIA-Zentrale, die stets mit auf die geteilten Bildschirme der Piloten schaut.

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Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Christiane Woopen: Digitale Arbeit sozial gestalten

Image: MIT News
Die Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Christiane Woopen, hat für eine bewusste gesellschaftliche Gestaltung der Digitalisierung der Arbeitswelt plädiert. Die sozialen Transformationen im Zuge technologischer Innovationen würden leider oft vernachlässigt, sagte Woopen am Mittwochabend in Brüssel.

evangelisch.de

„Wenn die Menschen sich nicht wehren, wenn sie nicht gestaltend eingreifen, dann werden vielleicht wirklich viele Berufe und Arbeitsplätze verschwinden“, erklärte sie bei einer Veranstaltung zur Zukunft der Arbeit. Mit Blick auf die Art neuer Arbeit erklärte Woopen, es werde künftig viel auf die Deutung von Daten ankommen. Auch hier seien soziale Vorgaben bedeutsam, gerade wenn künstliche Intelligenz (KI) einen Teil der Arbeit erledige. „Wenn Sie eine künstliche Intelligenz mit einem Datensatz füttern, der von Vornherein dem KI-System beibringt, dass Frauen schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben als Männer, dann wird dieses KI-System am Ende dann auch solche Entscheidungen treffen – und Frauen schlechtere Werte zumessen als Männern“, sagte die Professorin für Medizinethik.

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Ein Dreijähriger soll hören – mit einem Hirnstammimplantat

Der Bub war ohne Hörnerven geboren worden. Das Implantat war darum seine einzige Möglichkeit, überhaupt hören zu können, schreibt das Unispital Zürich.

Neue Zürcher Zeitung

Zum ersten Mal in der Schweiz haben Ärzte am Universitätsspital Zürich einem Kleinkind ein Hirnstammimplantat zum Hören eingesetzt. Für den dreijährigen Jungen sei die Operation die einzige Möglichkeit gewesen, doch noch zu hören.

Dies schreibt das Universitätsspital Zürich (USZ) in einer Mitteilung vom Donnerstag. Hirnstammimplantate seien eine besondere Form von Hörimplantaten. Sie werden in der Regel bei Erwachsenen eingesetzt, wenn Hörnerven nicht mehr funktionieren.

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Diamond Asteroids: How Bennu and Ryugu Got Their Fancy Shapes

The asteroid Ryugu, as seen by Japan’s Hayabusa2 spacecraft on June 26, 2018. Credit: JAXA, University of Tokyo, Kochi University, Rikkyo University, Nagoya University, Chiba Institute of Technology, Meiji University, University of Aizu, AIST
The striking diamond shapes of the space rocks Ryugu and Bennu — the targets of the sample-return missions Hayabusa2 and OSIRIS-REx, respectively — apparently result from the near-Earth asteroids‘ rubble-pile composition, scientists said.

By Mike Wall | SPACE.com

„We think they’re very loose aggregates. They’re not solid through and through,“ Melissa Morris, OSIRIS-REx deputy program scientist at NASA Headquarters in Washington, D.C., said during a webcast „Science Chat“ on Wednesday (Nov. 7). „And so, as they rotate, you can actually basically spin things out and create almost that top shape.“ [OSIRIS-REx: NASA’s Asteroid Sample-Return Mission in Pictures]

Both Ryugu and Bennu are also likely rich in organic molecules, the carbon-containing building blocks of life as we know it. Despite such similarities, however, the two rocks are far from clones. For example, Ryugu, at about 3,000 feet wide (900 meters), is much bigger than the 1,650-foot-wide (500 m) Bennu. And the former asteroid’s surface is of fairly uniform brightness, whereas Bennu sports a diversity of light and dark patches, Morris added.

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Vatikan-Experte über den spektakulären Kriminalfall Orlandi: „Es gab eine Drogenparty im Vatikan“

Demonstranten fordern Aufklärung zum Verschwinden von Emanuela Orland © Cecilia Fabiano (KNA)
Nach einem Knochenfund im Vatikan rollt die Polizei einen alten Kriminalfall wieder auf: 1983 verschwand in Rom die 15-jährige Tochter eines Vatikanangestellten. Die Familie sucht bis heute nach der Wahrheit. Hat eine Drogenparty im Vatikan damit zu tun?

DOMRADIO.DE

DOMRADIO.DE: Die Vatikanbotschaft in Rom befindet sich nicht auf dem Gelände des Vatikans – bei Renovierungsarbeiten wurden jetzt schon zum zweiten Mal Knochen gefunden. Was haben menschliche Überreste im Fußboden einer Vatikanbotschaft verloren?

Ulrich Nersinger (Theologe und Vatikan-Experte): Ja, das ist eine gute Frage. An sich ist es nicht verwunderlich, wenn man bei Renovierungsarbeiten, bei Ausgrabungen oder bei Ausschachtungen in der Ewigen Stadt Knochenreste findet. Bei der historischen Dimension, die die Ewige Stadt hat, passiert es, dass man immer wieder auf Knochenfunde stößt. Das hat viele Gründe, die in der Antike oder im Mittelalter liegen.

Wir haben sogar bis zum letzten Jahrhundert viele kleine Friedhöfe gehabt. Das ist eigentlich nicht verwunderlich. Aber wenn so etwas auf dem Gebiet der vatikanischen Botschaft der Republik Italien geschieht, dann beginnen bei vielen die Alarmglocken zu klingeln.

DOMRADIO.DE: Was glauben Sie, wie wahrscheinlich ist es, dass das tatsächlich die sterblichen Überreste vom Mädchen Emanuela Orlandi sind?

Nersinger: Da bewegen wir uns im Bereich der Hypothesen, der Möglichkeiten. Es ist möglich, es muss aber nicht sein. Es ist so, dass der Fall der verschwundenen Vatikanbürgerin von 1981 in Rom immer noch präsent ist – vor allen Dingen auch in den Medien. In Italien gibt es Fernsehsendungen, die eigentlich von der permanenten Berichterstattung über diesen berühmten Kriminalfall leben.

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Anthroposophie – Rassismus und Esoterik

Rudolf Steiner (Bild: public domain)

Rudolf Steiner, den Begründer der Anthroposophie, in die Esoterik-Ecke stecken, wie es jüngst auf der Seite Drei geschah? Das geht nach Meinung seiner Anhänger, aber auch anderer Leserinnen und Leser gar nicht.

Süddeutsche Zeitung

Nun also die Esoterik-Ecke

Es ist in gewisser Weise einfach traurig, wie tendenziös ein meinungsbildendes Blatt wie die Süddeutsche sich immer nur dem Thema Rudolf Steiner nähert. Mal wird er in einem langen Artikel in die braune Ecke geschoben, diesmal gehört er zu den Esoterikern, die die Welt fliehen. Es mag daran liegen, dass es wirklich und wahrhaftig schwer zu fassen ist, dass ein Mensch in so vielen unterschiedlichen Bereichen nachhaltig fruchtbare Anregungen geben konnte wie Landwirtschaft, Pädagogik, Medizin, Religion, um nur einige Beispiele zu nennen. Leider sind seine Impulse der sozialen Dreigliederung am wenigsten verstanden und aufgegriffen worden. Darüber mit unbefangenem Blick zu schreiben, könnte angesichts der heutigen Weltlage ein lohnendes Thema sein.

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Zitat aus der Gedankenwelt des anthroposophischen Meisters:

Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn er in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird das drinnen fortwährend richtig gekocht und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn. (…) Und wir Europäer, wir armen Europäer haben das Denkleben, das im Kopf sitzt. (…) Daher ist Europa immer der Ausgangspunkt für alles dasjenige gewesen, was nun das Menschliche so entwickelt, dass das zur gleichen Zeit mit der Aussenwelt in Beziehung kommt. (…) Wenn die Neger nach dem Westen auswandern, da können sie nicht mehr soviel Licht und Wärme aufnehmen wie in ihrem Afrika. (…) Daher werden sie Kupferrot, werden Indianer. Das kommt davon her, weil sie gezwungen sind, etwas von Licht und Wärme zurückzuwerfen.

Das glänzt dann kupferrot. Das können sie nicht aushalten. Daher sterben sie als Indianer im Westen aus, sind wiederum eine untergehende Rasse, sterben an ihrer eigenen Natur, die zuwenig Licht und Wärme bekommt, sterben an dem Irdischen. (…) Die Weissen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche in sich entwickeln. Daher sind sie auf sich selber angewiesen. Wenn sie auswandern, so nehmen sie die Eigentümlichkeiten der anderen Gegenden etwas an, doch sie gehen, nicht als Rasse, sondern mehr als einzelne Menschen zugrunde. (…) Die weisse Rasse ist die zukünftige, ist die am Geist schaffende Rasse.“
(Rudolf Steiner, Vortrag am 03.03.1923 in Dornach; siehe Thomas Höfer: Der Hammer kreist. Zur Bewertung problematischer Aussagen Rudolf Steiners. in: Flensburger Hefte 41, Juni 1993: Anthroposophie und Rassismus, S. 8f)

Kam das irdische Wasser aus dem Urnebel?

Wasserplanet Erde: Woher unser Planet einst sein Wasser bekam, ist bis heute rätselhaft und umstritten. © NASA
Ozeane im Erdkern: Tief im Erdinneren könnte unser Planet große Mengen Wasser und Wasserstoff aus dem Urnebel gespeichert haben – mehrere Ozeane voll. Denn einem neuen Modell zufolge erhielt die Erde ihr Wasser nicht nur von Asteroiden, sondern auch direkt aus der solaren Urwolke. Dieser kosmische Wasserstoff jedoch sank größtenteils mit dem Eisen in den Erdmantel und Erdkern, wo er noch heute gebunden ist, wie die Forscher berichten.

scinexx

Unserer Erde ist ein Wasserplanet: Drei Viertel ihrer Oberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Doch wo kommt dieses Wasser her? Über diese Frage grübeln und diskutieren Planetenforscher schon seit Jahrzehnten. Gängiger Theorie nach waren es Einschläge von Asteroiden und Kometen auf der jungen Erde, die einen Großteil des irdischen Wasserstoffs und Wassers brachten.

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Prozess zu Wittenberger „Judensau“ Anfang April

Judensau an der Stadtkirche Wittenberg. Bild: wikimpedia.org/CC-BY-SA 4.0 – Posi66
Der Prozess um die Schmähskulptur „Judensau“ an der Wittenberger Stadtkirche wird frühestens in rund fünf Monaten geführt. Der Verhandlungstermin sei auf den 4. April 2019 gelegt worden, sagte ein Sprecher des Landgerichts Dessau-Roßlau am Donnerstag auf Anfrage dem Evangelischen Pressedienst (epd).

evangelisch.de

Ein vorangegangener Termin sei wegen der Erkrankung eines Richters verlegt worden, ein weiterer auf Antrag eines Prozessbeteiligten, erklärte der Sprecher. Michael Düllmann, Mitglied einer jüdischen Gemeinde, hatte auf Entfernung der rund 700 Jahre alten Skulptur an der Fassade der Kirche geklagt. Die im Mai 2018 zunächst vor dem Amtsgericht Wittenberg verhandelte Zivilklage lautete unter anderem auf Beleidigung nach Paragraf 185 Strafgesetzbuch, da die steinerne Plastik Menschen jüdischen Glaubens diffamiere. Die Stadtkirchengemeinde argumentiert indes, mit dem Originalobjekt am Originalschauplatz in verantwortlicher Weise der Geschichte gedenken zu wollen.

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Papst beruft erstmals Frau an hohes Kirchengericht

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Bisher war das Amt im Vatikan eine Männerdomäne: Nun gehört auch eine Frau zu den Anwälten, die am zweithöchsten Kirchengericht bei Ehenichtigkeitsverfahren mitwirken. Eine italienische Anwältin ist künftig Ehebandverteidigerin.

katholisch.de

Papst Franziskus hat erstmals eine Frau als Ehebandverteidigerin an das zweithöchste vatikanische Gericht berufen. Die italienische Anwältin Maria Fratangelo wird künftig in Ehenichtigkeitsverfahren der Römischen Rota mitwirken, teilte der Vatikan am Donnerstag mit. Bisher war sie als Anwältin an dem Gericht tätig.

In Ehenichtigkeitsverfahren ist der Ehebandverteidiger eine den Gatten gleichgestellte Partei und hat die Aufgabe, Gründe darzulegen, die für einen Fortbestand der Ehe sprechen.

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Wieso sich amerikanische Evangelikale an den saudischen Hof einladen lassen

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman ist aktuell für viele kein beliebter Gastgeber. (Bild: Amr Nabil / AP Photo)
Es gibt derzeit nicht viele, die sich gerne an der Seite des saudischen Kronprinzen zeigen. Umso grösser war die Überraschung, als kürzlich ausgerechnet eine Gruppe amerikanischer Evangelikaler dem Thronfolger des fundamentalistischen Landes die Aufwartung machte.

Inga Rogg | Neue Zürcher Zeitung

Ginge es nach dem türkischen Präsidenten, dann müsste der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman seine Palastgemächer mit einer kargen Gefängniszelle tauschen. Dies sagt Recep Tayyip Erdogan natürlich nicht so. Aber er deutet an, dass er den designierten Thronfolger für den Drahtzieher des Mords am Journalisten Jamal Khashoggi hält. Weil das auch viele im Westen glauben, machen derzeit die meisten europäischen und amerikanischen Politiker einen Bogen um den Kronprinzen. Selbst der ägyptische Machthaber Sisi, der den Saudi viel zu verdanken hat, schlug kürzlich eine Einladung nach Riad aus. So musste sich Mohammed jüngst an der von ihm ins Leben gerufenen Investorenkonferenz mit Prinzen und Königen aus der Region begnügen.

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