Anthroposophie – Rassismus und Esoterik


Rudolf Steiner (Bild: public domain)

Rudolf Steiner, den Begründer der Anthroposophie, in die Esoterik-Ecke stecken, wie es jüngst auf der Seite Drei geschah? Das geht nach Meinung seiner Anhänger, aber auch anderer Leserinnen und Leser gar nicht.

Süddeutsche Zeitung

Nun also die Esoterik-Ecke

Es ist in gewisser Weise einfach traurig, wie tendenziös ein meinungsbildendes Blatt wie die Süddeutsche sich immer nur dem Thema Rudolf Steiner nähert. Mal wird er in einem langen Artikel in die braune Ecke geschoben, diesmal gehört er zu den Esoterikern, die die Welt fliehen. Es mag daran liegen, dass es wirklich und wahrhaftig schwer zu fassen ist, dass ein Mensch in so vielen unterschiedlichen Bereichen nachhaltig fruchtbare Anregungen geben konnte wie Landwirtschaft, Pädagogik, Medizin, Religion, um nur einige Beispiele zu nennen. Leider sind seine Impulse der sozialen Dreigliederung am wenigsten verstanden und aufgegriffen worden. Darüber mit unbefangenem Blick zu schreiben, könnte angesichts der heutigen Weltlage ein lohnendes Thema sein.

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Zitat aus der Gedankenwelt des anthroposophischen Meisters:

Er hat, wie man sagt, ein starkes Triebleben, Instinktleben. Der Neger hat also ein starkes Triebleben. Und weil er eigentlich das Sonnige, Licht und Wärme, da an der Körperoberfläche in seiner Haut hat, geht sein ganzer Stoffwechsel so vor sich, wie wenn er in seinem Innern von der Sonne selber gekocht würde. Daher kommt sein Triebleben. Im Neger wird das drinnen fortwährend richtig gekocht und dasjenige, was dieses Feuer schürt, das ist das Hinterhirn. (…) Und wir Europäer, wir armen Europäer haben das Denkleben, das im Kopf sitzt. (…) Daher ist Europa immer der Ausgangspunkt für alles dasjenige gewesen, was nun das Menschliche so entwickelt, dass das zur gleichen Zeit mit der Aussenwelt in Beziehung kommt. (…) Wenn die Neger nach dem Westen auswandern, da können sie nicht mehr soviel Licht und Wärme aufnehmen wie in ihrem Afrika. (…) Daher werden sie Kupferrot, werden Indianer. Das kommt davon her, weil sie gezwungen sind, etwas von Licht und Wärme zurückzuwerfen.

Das glänzt dann kupferrot. Das können sie nicht aushalten. Daher sterben sie als Indianer im Westen aus, sind wiederum eine untergehende Rasse, sterben an ihrer eigenen Natur, die zuwenig Licht und Wärme bekommt, sterben an dem Irdischen. (…) Die Weissen sind eigentlich diejenigen, die das Menschliche in sich entwickeln. Daher sind sie auf sich selber angewiesen. Wenn sie auswandern, so nehmen sie die Eigentümlichkeiten der anderen Gegenden etwas an, doch sie gehen, nicht als Rasse, sondern mehr als einzelne Menschen zugrunde. (…) Die weisse Rasse ist die zukünftige, ist die am Geist schaffende Rasse.“
(Rudolf Steiner, Vortrag am 03.03.1923 in Dornach; siehe Thomas Höfer: Der Hammer kreist. Zur Bewertung problematischer Aussagen Rudolf Steiners. in: Flensburger Hefte 41, Juni 1993: Anthroposophie und Rassismus, S. 8f)

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