Missbrauch: Frauen kritisieren Spitze der evangelischen Kirche


Bild: © dpa/Jens Wolf
Ist die evangelische Kirche weniger anfällig für Missbrauch als die katholische? Dieser Auffassung widersprechen prominente Protestantinnen jetzt energisch. Dabei gibt es auch deutliche Kritik an der derzeitigen EKD-Führung.

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Die Vorsitzende der „Evangelischen Frauen in Deutschland“ (EFiD), Susanne Kahl-Passoth, wirft der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) schwere Versäumnisse im Umgang mit dem Problem sexuellen Missbrauchs vor. „Wir tun in der EKD so, als ob Missbrauch bei uns nicht so vorgekommen wäre. Eine Auseinandersetzung mit Ursachen und begünstigenden Strukturen fehlt völlig“, sagte Kahl-Passoth dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag) vor der am Sonntag beginnenden EKD-Synode in Würzburg.

Einen Vergleich mit der katholischen Kirche und den Hinweis auf deren höhere Fallzahlen nannte die pensionierte Kirchenrätin und Ex-Chefin der Berliner Diakonie „zynisch“ mit Blick auf die Betroffenen.

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