Gemeindereferentin zur Bedeutung des Kirchenasyls


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Mit dem Kirchenasyl soll Menschen in Not geholfen und ihnen eine Perspektive geben werden. Trotzdem steht es in der Kritik den Rechtsstaat zu umgehen. Marianne Arndt, Gemeindereferentin in Köln-Mülheim, fordert einen stärkeren Einsatz für das Kirchenasyl.

DOMRADIO.DE

DOMRADIO.DE: In den katholischen Gemeinden in Köln gibt es aktuell keinen einzigen Fall von Kirchenasyl. Gäbe es denn Menschen die ein solches Asyl auch hier gerne in Anspruch nehmen würden?

Marianne Arndt (Gemeindereferentin Köln-Mülheim): Ja, wir suchen händeringend immer wieder Kirchengemeinden, die Menschen aufnehmen. Vor allen Dingen aus den sogenannten sicheren Herkunftsländern, wo aber dennoch keine Möglichkeit der Rückführung und des Lebens in Frieden in ihrer Heimat besteht.

DOMRADIO.DE: Sichere Herkunftsländer umfassen beispielsweise die Balkanländer. Mit welchen Ländern haben Sie es sonst noch so zu tun?

Arndt: Afghanistan zum Beispiel, was in Teilen als sicher gilt. Oder auch Eritrea oder Iran. All diese Länder, in die auch abgeschoben wird.

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