Literaturnobelpreis-Skandal: Der Vergewaltigungsvorwurf kommt erneut vor Gericht


Jean-Claude Arnault beim Gerichtstermin in Stockholm im September. (Bild: Fredrik Sandberg / Reuters)
Das Drama in der Schwedischen Akademie geht in seinen nächsten Akt. Am Montag steht noch einmal der Mann vor Gericht, der den Streit in dem hochwürdigen Gremium ausgelöst hatte: Jean-Claude Arnault, der Ehemann des Akademiemitglieds Katarina Frostenson.

Neue Zürcher Zeitung

Der Franzose versucht das Vergewaltigungsurteil gegen ihn rückgängig zu machen. Das Stockholmer Gericht hatte den 72-Jährigen Anfang Oktober zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Berufungsgericht Svea Hövrett soll den Fall nun neu verhandeln.

Das Urteil in erster Instanz war der Höhepunkt des inzwischen ein Jahr dauernden Skandals, der damit begann, dass zahlreiche Frauen Arnault sexuelle Belästigung und Übergriffe vorwarfen. Ausserdem wurden er und seine Frau verdächtigt, die Namen von Nobelpreisträgern ausgeplaudert und sich selbst Fördergelder zugeschanzt zu haben. Eine Anklage wegen Korruption wurde aus Mangel an Beweisen fallengelassen.

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