Theologe Peter Scherle: Kirche als Wertelieferantin ist ersetzbar


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Die Kirchen leiden nach Ansicht des Theologen Peter Scherle unter einer „Krise der Repräsentation“ sowie der religiösen Sinn-Vermittlung und müssen sich dem theologisch stellen.

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Weder Strukturen noch die Qualität kirchlicher Arbeit seien ausschlaggebend den Mitgliederschwund, schreibt der Direktor des evangelischen Theologischen Seminars in Herborn in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montag). Vielmehr könne Gott in der Welt nicht mehr verlässlich durch Wort und Sakrament repräsentiert werden. Notwendig sei eine „Theologie der Krise“, die den Sprachverlust in Glaubensfragen eingestehe und thematisiere, „wie sehr uns Gott fehlt“.

Die Kirche habe ihre Rolle als sinngebendes „Buch Gottes“ verloren, konstatiert Scherle. Natur- und Humanwissenschaften hätten die Funktion der Theologie übernommen, auch wenn sie aus dem „Buch der Natur“ Sinn generierten.

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