Christoph Butterwegge: Soziale Ungleichheit ist Kernproblem


Die wachsende soziale Ungleichheit ist nach Ansicht des Kölner Politologen und Armutsforschers Christoph Butterwegge ein Kernproblem in Deutschland und auch weltweit.

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„Ungleichheit ist die Mutter aller Migrationsbewegung“, sagte er am Samstag auf der Tagung „Sozialer Frieden in Deutschland“ der Evangelischen Akademie Hofgeismar. Wenn etwas gegen das Migrationsproblem unternommen werden solle, so müsse die Ungleichheit aufgrund wachsender Armut in der Welt bekämpft werden und nicht die Flüchtlinge.

In Deutschland gebe es sowohl absolute als auch relative Armut, sagte Butterwegge, der 2017 auf Vorschlag der Linken auch für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert hatte. Absolut sei Armut, wenn die Menschen etwa unter Hunger und fehlender Kleidung leiden müssten sowie obdachlos seien. In Deutschland treffe dies insbesondere auf die 52.000 Obdachlosen zu. In relativer Armut lebe jemand, der zwar seine Grundbedürfnisse befriedigen könne, aber von der Teilhabe am kulturellen und politischen Leben ausgeschlossen sei. Diese Menschen träfen zudem Vorwürfe, sie seien selbst an ihrer Lage schuld.

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