Juden kritisieren Umgang mit NS-Raubkunst


Mutmaßliche NS-Raubkunst: „Eisgang“ von Max Beckmann © Städel Museum – ARTOTHEK (dpa)/DOMRADIO.DE
Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses wirft Deutschland vor, seiner Verantwortung bei der Identifizierung und Rückgabe von NS-Raubkunst nicht nachzukommen. Nach der Unterzeichnung der Washingtoner Prinzipien sei zu wenig passiert.

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Vor 20 Jahren seien die Washingtoner Prinzipien unterschrieben worden und zu wenig sei seitdem geschehen, kritisiert Ronald S. Lauder, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Der US-amerikanische Mäzen und Kunstsammler äußerte sich gegenüber der „Welt am Sonntag“.

Am 26. November wird Lauder eine Ansprache auf der internationalen Fachkonferenz „20 Jahre Washingtoner Prinzipien: Wege in die Zukunft“ in Berlin halten. Die Bundesrepublik habe in diesen 20 Jahren „viel zu wenig getan“, so der Präsident. „Deutschland hat eine historische Verantwortung, das Richtige zu tun. Wir alle wissen, dass der Holocaust dort seinen Ursprung hat und von dort aus weitergetragen wurde“, so Lauder gegenüber der Zeitung.

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